Veranstaltungen

Guardini und die Liturgie der Gegenwart

Mo. 26. November 2018, 19.30 UhrRomano Guardini web
Thon-Dittmer-Palais, Konferenzraum 1, 2. Stock
Haidplatz 8, Regensburg

Prof. Dr. Alexander Zerfaß (Salzburg)
Moderation: Prof. Dr. Harald Buchinger

Bild: Romano Guardini (Wikimedia - gemeinfrei)

Vor 100 Jahren erschien Romano Guardinis Buch „Vom Geist der Liturgie“ – ein Werk von geringem Umfang, aber von großer Wirkung!

Alexander Zerfaß (Jg. 1978) ist seit 2015 ILR webProfessor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Paris-Lodron-Universität Salzburg.

In Kooperation mit dem Institutum Liturgicum Ratisbonense!

Rückblick

Zerfaß Publikum web 26.11.18Anlass des Vortrags war das das Erscheinen des Buches „Vom Geist der Liturgie“ von Romano Guardini vor 100 Jahren. Deswegen gibt es heuer über Romano Guardini im Bistum Regensburg bereits mehrere Veranstaltungen (z. B. Uni, Priesterseminar). Den Vortrag von Prof. Zerfaß bezeichnete Prof. Bonk bei der Begrüßung des Referenten und der gut 60 Zuhörer als „Höhepunkt“ der Guardini- Veranstaltungen.
Das Werk Guardinis ist zwar nicht besonders umfangreich, seine Bedeutung ist aber groß. Die Theologie R. Guardinis ist gerade heute besonders aktuell.
Romano Guardini gilt als ein wichtiger Wegbereiter der Liturgiereform und mit seinem Werk „Vom Geist der Liturgie“ schuf er einen „Klassiker der Liturgiereform“.
Guardini geht es um die „Liturgiefähigkeit“ der Menschen und damit um die inneren Voraussetzungen für den Mitvollzug der Liturgie. Er legt insbesondere Wert auf innere Bildung und Einübung einer entsprechenden Haltung. Dies ist und bleibt eine Herausforderung für Praktische Theologie und Seelsorge.
Als Grunddimension zeigt er die Einheit von Leib und Geist, Kirchlichkeit und solidarische Existenz auf.
Theologischer Inhalt der Liturgie ist für Guardini die Person Jesu Christi, in der Gott Gestalt angenommen hat.
Liturgische Riten sind Symbole und bringen durch ihre äußere Gestalt unsichtbare Inhalte zum Ansdruck. Dabei sollen sie selbsterklärende Kraft haben. In diesem Zusammenhang fragt Guardini nach der menschlichen „Liturgiefähigkeit“. Für ihn ist „Symbol- und damit die Liturgiefähigkeit des Menschen Maßstab dafür, wie es um das Menschsein überhaupt bestellt ist."
Guardini begrüßt besonders auch Volksandachten mit der Möglichkeit zu individuellen Ausdrucksformen. Hinsichtlich der Liturgiefähigkeit sollten, so der Referent, bereits Kinder für Vollzüge und symbolhafte Handlungen sensibilisiert werden.
Dr. Johannes Schwinghammer

Ausstellung im Priesterseminar - Ausstellungs-Flyer

Offene Tagung
"100 Jahre Vom Geist der Liturgie. Romano Guardinis Klassiker heute"

16./17.11.18 Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz

Antworten aus der Perspektive eines Naturwissenschaftlers

Dienstag, 4. Dezember 2018, 19.30 Uhr

Kolpinghaus, Kolpingzimmer
Adolph-Kolping-Straße 1, Regensburg

Prof. Dr. Bernhard Dick (Regensburg)

Nach weit verbreiteter Auffassung darf man nur solchen Aussagen über Gegenstände der materiellen Welt Glauben schenken, welche im Einklang mit den Naturgesetzen stehen. Diese Vorgänge in der Natur sollen weiter allein aus solchen Prinzipien erklärt werden, welche der Natur selbst innewohnen – also ohne Zuhilfenahme von Magie, übernatürlichen Ursachen u. dgl. m. Allerdings wird bei solchen Forderungen meist ein mechanisches bzw. deterministisches Weltbild vorausgesetzt. Das Theoriegebäude, das die Naturwissenschaft seit etwa einhundert Jahren aber tatsächlich benutzt, enthält aber auch paradoxe Komponenten, die „dem allgemein Erwarteten, der herrschenden Meinung oder Ähnlichem zuwiderlaufen oder beim üblichen Verständnis der betroffenen Gegenstände bzw. Begriffe zu einem Widerspruch führen“ (Arnim Regenbogen und Uwe Meyer: Wörterbuch der Philosophischen Begriffe, Hamburg 1997). Der Vortrag soll zeigen, dass einige, in diesem Sinne paradoxe Grundannahmen für die Konsistenz der Naturwissenschaft sogar notwendig sind. Ließe man sie weg, erhielte man absurde Konsequenzen.

Bernhard Dick (Jg. 1953) studierte Chemie inDick Bernhard web Köln und hat seit 1992 einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie an der Universität Regensburg inne. Seine Arbeitsgebiete sind Laserspektroskopie und Quantenchemie. Seit seiner Studentenzeit interessiert er sich für das Spannungsverhältnis zwischen Glaube und Naturwissenschaften. Er ist Vertrauensdozent der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk, Mitglied der Deutschen Bunsengesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie der deutschen Sektion der AISCGre (Associazione Internazionale Studi di Canto Gregoriano).

Donnerstag, 8. November 2018, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr (Führung), 19.00 Uhr (Tagung) -           Freitag, 9. November 2018, 17.00 Uhr

Führung: Walhalla, Donaustauf (Abfahrt 13.45 Uhr Domplatz Regensburg)

Tagung: RuntingersaalWinckelmann Johann Joachim webKeplerstraße 1, Regensburg

Bild: Johann Joachim Winckelmann - Wikimedia (gemeinfrei)

Im laufenden Jahr 2018 kommt es zu einer vielsagenden Koinzidenz des 250. Todesjahres des bedeutenden Altertumsforschers und Historikers klassischer Kunst Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) mit dem 150. Todesjahr von König Ludwig I. von Bayern (1786-1868). „Der die Bahn eröffnet, […] dem bleibt höchster Ruhm“: Mit diesen Worten charakterisierte der König das große Innovationspotential des bewunderten Gelehrten. Winckelmanns Geschichts- und Kunstverständnis revolutionierte das Antikenbild des 18. Jahrhunderts und veränderte damit die Geistes- und Kunstlandschaft – man darf sagen – in ganz Europa. Regensburg erweist sich hierbei nicht nur als schicksalsträchtiger Scheideweg im Leben Winckelmanns – dessen Ideen inspirierten auch die Gestaltung der Walhalla. Dort beginnt das Symposium.

Es referieren renommierte Wissenschaftler und Winckelmann-Experten, wie der Präsident der Winckelmann-Gesellschaft Prof. Dr. Max Kunze, der Direktor der Münchener Glyptothek Dr. Florian Knauß, Prof. Dr. Hannelore Putz, PD Dr. Mathias René Hofter, Dr. Helmut Heß, Prof. Hermann Leber, Dr. Margarete Huber.
Tagungsleitung und weitere Vortragende sind Dr. Susanne Biber, Edith Heindl M. A. und Prof. Dr. Sigmund Bonk.
Exkursion zur Walhalla mit Führungen von Dr. Thorsten Marr und Erhard Winklmann

Das Programm ist detaillierter einzusehen unter: https://winckelmann-und-bayern.de

In Kooperation mit:

Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg, Winckelmann-Gesellschaft, Stiftung „Uni pro arte“, Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg und Katholische Akademie in Bayern.

Historischer Verein web           Winckelmann Gesellschaft web         Pro Arte web          KEB R Stadt         Kath. Akademie Bayern web

Rückblicke

Tabula Rasa Magazin "250 Jahre J. J. Winckelmann - ein gigantisches Erbe aufgefächert in einem brillianten Symposion

Mittelbayerische Zeitung

Bistums-Homepage

Sonntagszeitung

Am 8. und 9. November 2018 wurde im Regensburger historischen Runtigersaal der Todesjahre des „Vaters der Archäologie“ Johann Joachim Winckelmann (1768) und des kunstsinnigen bayerischen Königs Ludwig I. (1868) gedacht. Das Symposium begann mit einer Exkursion zur Walhalla bei Donaustauf, die nach exakten Vorstellungen Ludwigs I. ganz nach dem Kunstgeschmack Winckelmanns errichtet worden ist. Wenn Professor Sigmund Bonk auf eine der ersten Büsten in der Walhalla deutet, - die zweite von rechts -, die den Altertumsforscher zeigt, dann verweist er damit auf den eigentlichen Begründer des Klassizismus und den Initiator des Philhellenismus in Deutschland und Europa.

Winckelmanns Maxime „Edle Einfalt und stille Größe“ zieht sich wie ein Muster durch das Regensburger Symposium „Johann Joachim Winckelmann (1717 -1768) und Bayern – eine europäische Dimension“, das mit 80 Gästen einen sehr regen Zuspruch gefunden hat. Was das Team der Kunsthistorikerinnen Dr. Edith Heindl und Dr. Susanne Biber zusammen mit dem Akademischen Forum Albertus Magnus an Wissensschätzen via Experten-Vorträgen, Texten und Bildern vermittelt, lässt die bedeutende Wirkungsgeschichte einer genialen Persönlichkeit nachempfinden und tiefer verstehen.

So tauchte man ein in eine grandiose Welt, die seit Hunderten von Jahren unser Denken und Handeln prägt: die Klassik in ihrer zeitlosen Dynamik. Winckelmanns Verdienst war es nicht zuletzt, das Wahre, Gute und Schöne seiner Zeit als Ideal neu wieder zu vermitteln. Damit ist auch das Gedankengut der Antike verjüngt auferstanden – nicht zuletzt in dem Bauprogramm König Ludwigs I. von Bayern. Im Mittelpunkt des Symposiums stand jedoch die berühmte Laokoongruppe im Belvederehof des Vatikans und deren divergierende Interpretationen.

J.J. Winckelmann selbst schätzte als Archäologe und Schriftsteller die in Rom gewonnene Freiheit, „ohne Mühlräder um den Hals“ leben und tätig sein zu dürfen. Erst in der „unvergleichlichen Stadt“ und nach seiner Konversion zum Katholizismus ist er zu einem glücklichen Menschen geworden. Nach vielen Jahren reiste er 1768 wieder zurück nach Deutschland. Es war die Stadt Regensburg, in der er die Reise abbrach: „Alles ist nichts gegen Rom“. Umzukehren war ein tragischer Entschluss, denn seine Traumstadt erreicht er nicht mehr. In Triest wurde er ausgeraubt und ermordet.

Referenten Moderatoren web 09.11.18Es referierten in der Reihe ihres Auftritts: Dr. Margaretha Huber, Prof. Dr. Max Kunze, Dr. Edith Heindl, Dr. Florian Knauß, Prof. Dr. Sigmund Bonk, Dr. Helmut Hess, Prof. Dr. Hannelore Putz, PD Dr. Mathias René Hofter, Prof. Hermann Leber, Dr. Susanne Biber.

Refereten und Moderatoren (v. l. n. r.): Dr. Helmut Hess, Dr. Margaretha Huber, Prof. Dr. Dittscheid, Dr. Edith Heindl, Michael Zachmeier, Prof. Dr. Max Kunze, Dr. Susanne Biber, Prof. Dr. Sigmund Bonk, Prof. Hermann Leber

 

Angelika Weber – Prof. Dr. Sigmund Bonk

Johann Michael Sailer und Alexander Graf von Westerholt, oder:
Innenansichten eines Freundschaftsverhältnisses in bewegten Zeiten


Dienstag, 27. November 2018, 19.30 Uhr
Salzstadel, Konferenzraum
Weiße-Lamm-Gasse 1, RegensburgZieroff web


PD Dr. Gabriele Zieroff (Regensburg)


Begrüßung: Prof. Dr. Sigmund Bonk
Moderation: Prof. Dr. Peter Scheuchenpflug

Bei Anwesenheit von S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Die enge, lebenslange Freundschaft zwischen Alexander Graf von Westerholt (1763-1827) und Johann Michael Sailer (1751 - 1832), ursprünglich durch den bekannten reformierten Pfarrer und Physiognomiker Johann Caspar Lavater (1741-1801) initiiert, war von einem tiefgehenden Vertrauen der beiden Männer zueinander geprägt. Insbesondere die Briefe Sailers an seinen Freund, den leitenden Beamten des damaligen Fürstlichen Hauses Thurn und Taxis, spiegeln das Leben beider Briefpartner in einem umfassenden Sinne wider. Sie werfen darüber hinaus bezeichnende Schlaglichter auf die zeitgeschichtliche politische und kulturelle Situation der Aufklärungszeit und der Säkularisation in Bayern. Nicht zuletzt zeigt sich darin Sailer ein weiteres Mal als Seelsorger, der auf die persönlichen Bedürfnisse und Belange seines Korrespondenten mit viel Empathie einzugehen weiß

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PD Dr. Gabriele Zieroff (Jg. 1968) ist derzeit Bearbeiterin des DFG-Projektes „Johann Michael Sailer und seine konfessionsübergreifenden Kreise“ und Privatdozentin für Liturgiewissenschaft an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg.
Prof. Dr. Peter Scheuchenpflug (Jg. 1965) ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an derselben Fakultät.

Rückblick

Die Privatdozentin für Liturgiewissenschaft und Sailer-Forscherin Dr. Gabriele Zieroff ermöglichte anhand des Briefwechsels zwischen Alexander Graf von Westerholt und Bischof Johann Michael Sailer einen Einblick in die neueste Forschung. Frau Dr. Zieroff war während der letzten Jahre intensiv mit „Johann Michael Sailer und seine konfessionsübergreifenden Kreise“ befasst.
Johann Michael Sailer und Alexander von Westerholt
In ihrem Referat warf Frau Dr. Zieroff zunächst einen Blick auf die Biographien von Bischof Johann Michael Sailer und Alexander Graf von Westerholt:
Johann Michael Sailer (1751- 1832) war Jesuit, Professor in Ingolstadt, Dillingen, Augsburg und Landshut, sowie Domkapitular, Generalvikar und schließlich Bischof von Regensburg. Einerseits verfasste er Erbauungsschriften und galt als Vorbild eines Seelsorgers, andererseits wurde er mit Verdächtigungen und Vorwürfen konfrontiert.
Alexander Ferdinand Graf von Westerholt (1765- 1827) war Leiter der fürstlich turn- und taxisschen Bibliothek, Geheimer Rat und Regierungsvizepräsident in Regensburg. Er war Freimaurer, litt zeitlebens an einer angeschlagenen Gesundheit und hatte stets Geldsorgen.
Einblicke ins Innere von Bischof Sailer
Im Kern ihrer Ausführungen stellte die Referentin einige Briefe aus der Korrespondenz zwischen Bischof und Graf genauer vor. Die Briefe geben humoristische, ironische, ja fast sarkastische Züge Sailers zu erkennen; durchgängig wird Johann Michael Sailer als einfühlsamer, sensibler, menschlicher und tieffrommer Seelsorger sichtbar. Er hatte ein besonderes Vertrauen auf den Beistand und die Hilfe Gottes. Im Zentrum seiner Seelsorge, Lehre und auch seines Lebens stand sein Bekenntnis „Gott in Christus, das Heil der Welt“. Zugleich wird Sailer auch als philosophisch analysierender und argumentierender Denker sichtbar.
Nach wenigen Minuten Pause bestand die Möglichkeit zu Fragen und Anmerkungen. Dabei kam etwa zur Sprache, dass sich J. M. Sailer und Graf Westerholt in Prüfening begegneten oder auch dass L. v. Beethoven von den Werken Sailers beeinflusst wurde.

Briefe als lebensdienliche Seelsorge (Bistum Regensburg - Homepage)

Dienstag, 23. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Pfarrzentrum St. Anton,                              Then Reinhold web
Furtmayrstraße 22, Regensburg 

Dr. Reinhold Then (Regensburg)

Weltmissionssonntag Plakat 2018 webZur Vorbereitung auf den Weltmissionssonntag am 28. Oktober 2018, den in diesem Jahr die Diözese Regensburg zum Thema „Äthiopien“ ausrichten wird, befasst sich das Akademische Forum Albertus Magnus mit dem – spätestens auf den zweiten Blick – spannenden Thema „Die Bibel der Äthiopischen Kirche“.
Die Frühgeschichte dieser Kirche hat viel mit Judenchristentum und Judentum zu tun. Sie hat sich diese Eigenart im Umfang ihrer 81 biblischen Bücher bewahrt. Über den Kanon der westlichen und östlichen Kirche hinaus, finden sich in der äthiopischen Bibel auch Schriften und Schriftsammlungen wie äthiopischer Henoch, Buch der Jubiläen, 4Baruch, Esra Apokalypse, EsraGraecus und Himmelfahrt des Jesaja, die in der äthiopischen Kirche kanonischen Rang haben und damit als Hl. Schrift verehrt werden. 
Das Plus dieser Bücher im biblischen Kanon weist dabei nicht nur auf besagte jüdische Spuren, sondern auch auf eine besondere Wertschätzung des Alten Testaments und des frühapokalyptischen Denkens hin. Die äthiopische Kirche hat dieses Substrat – selbst unabhängig von der einflussreichen koptischen Kirche in Ägypten – konserviert und bewahrt. Die Spurensuche erhellt uns somit die Frühzeit des ägyptischen und äthiopischen Christentums und gewährt uns Einblicke in den immensen Reichtum der äthiopischen Kirche.

Dr. theol. Reinhold Then (Jg. 1956) Studium der Kath. Theologie und der Orientalistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit dem Schwerpunkt biblisch-orientalische Sprachen (u.a. ge’ez, altäthiopisch), Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament an der kath.-theol. Fakultät der Universität Regensburg (1984-1991), seit April 1991 Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle und der Diözesanstelle des Kath. Bibelwerks im Bistum Regensburg, Autor und langjähriger Reiseleiter für Studien- und Pilgerreisen in biblische Länder, Vorstand der Armin Schmitt Stiftung, 1. Vorsitzender des Vereins "Christen helfen Christen im Hl. Land e.V.".

missio Logo webDer Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Weltkirche des Bistums Regensburg statt.

Prof. Dr. Sigmund Bonk moderierte die aktuelle Veranstaltung am 23.10.18, die als Kooperation des Akademischen Forums mit der Fachstelle Weltkirche des Bistums Regensburg und dem internationalen katholischen Missionswerk „missio“ ermöglicht wurde. Damit sollte auf den Weltmissionssonntag (28. 10. 2018.), der im Bistum Regensburg heuer unter Thema „Äthiopien“ stand, vorbereitet werden. Knapp 60 Interessierte waren gekommen.
Der Referent: Ein kompetenter Kenner des Alten Orients
Als Referent konnte der bekannte Theologe, wissenschaftliche Autor und Reiseleiter Dr. Reinhold Then gewonnen werden. Dr. Then ist unter anderem Leiter der Diözesanstelle des Kath. Bibelwerks im Bistum Regensburg.
Äthiopien heute
Mit 88 Millionen Einwohnern, zählt Äthiopien zu den bevölkerungsreichsten Staaten Afrikas. In der Bevölkerung Äthiopiens sind etwa 80 verschiedene ethnischen Gruppen vertreten. Wie bereits vor Jahrtausenden, so treffen in diesem Land auch heute die unterschiedlichsten religiösen, kulturellen, sozialen, politischen und schon auch religiöse Einflüsse aufeinander.
Heute sind 63% der Bevölkerung sind Christen, davon jedoch nur etwa 0,8 % Katholiken.
Anfänge der Kirche Äthiopiens
Der hl. Frumentius (+ 383) gilt als „Apostel von Äthiopien. Er war Gründer und erster Bischof der äthiopischen Kirche. Er missionierte und taufte 325 König Ezana zum ersten christlichen König.
Äthiopischer Einfluss auf die Heilige Schrift
Bereits lange vor Christi Geburt war das Judentum in Äthiopien vorhanden. An die Stelle des Judentums trat dann schließlich das äthiopische Christentum. Das äthiopische Kulturgebiet hatte großen Einfluss auf die Entstehung des Alten Testaments. Es wird sogar davon ausgegangen, dass sich die Bundeslade heute in Äthiopien befindet.
Die äthiopische Bibel enthält mehr Schriften als die Einheitsübersetzung. Beispielsweise zählt das Hennoch- Buch, dessen ältesten Teile aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. stammen, zum äthiopischen Alten Testament.
Nach einer kurzen Pause war Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen. Dabei kam auch die Einflüsse der der altäthiopischen Schriften auf die christliche Engellehre zur Sprache.
Dr. Johannes Schwinghammer