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Guardini und die Liturgie der Gegenwart

Mo. 26. November 2018, 19.30 UhrRomano Guardini web
Thon-Dittmer-Palais, Konferenzraum 1, 2. Stock
Haidplatz 8, Regensburg

Prof. Dr. Alexander Zerfaß (Salzburg)
Moderation: Prof. Dr. Harald Buchinger

Bild: Romano Guardini (Wikimedia - gemeinfrei)

Vor 100 Jahren erschien Romano Guardinis Buch „Vom Geist der Liturgie“ – ein Werk von geringem Umfang, aber von großer Wirkung!

Alexander Zerfaß (Jg. 1978) ist seit 2015 ILR webProfessor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der Paris-Lodron-Universität Salzburg.

In Kooperation mit dem Institutum Liturgicum Ratisbonense!

Antworten aus der Perspektive eines Naturwissenschaftlers

Montag, 4. Dezember 2018, 19.30 Uhr

Kolpinghaus, Kolpingzimmer
Adolph-Kolping-Straße 1, Regensburg

Prof. Dr. Bernhard Dick (Regensburg)

Nach weit verbreiteter Auffassung darf man nur solchen Aussagen über Gegenstände der materiellen Welt Glauben schenken, welche im Einklang mit den Naturgesetzen stehen. Diese Vorgänge in der Natur sollen weiter allein aus solchen Prinzipien erklärt werden, welche der Natur selbst innewohnen – also ohne Zuhilfenahme von Magie, übernatürlichen Ursachen u. dgl. m. Allerdings wird bei solchen Forderungen meist ein mechanisches bzw. deterministisches Weltbild vorausgesetzt. Das Theoriegebäude, das die Naturwissenschaft seit etwa einhundert Jahren aber tatsächlich benutzt, enthält aber auch paradoxe Komponenten, die „dem allgemein Erwarteten, der herrschenden Meinung oder Ähnlichem zuwiderlaufen oder beim üblichen Verständnis der betroffenen Gegenstände bzw. Begriffe zu einem Widerspruch führen“ (Arnim Regenbogen und Uwe Meyer: Wörterbuch der Philosophischen Begriffe, Hamburg 1997). Der Vortrag soll zeigen, dass einige, in diesem Sinne paradoxe Grundannahmen für die Konsistenz der Naturwissenschaft sogar notwendig sind. Ließe man sie weg, erhielte man absurde Konsequenzen.

Bernhard Dick (Jg. 1953) studierte Chemie inDick Bernhard web Köln und hat seit 1992 einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie an der Universität Regensburg inne. Seine Arbeitsgebiete sind Laserspektroskopie und Quantenchemie. Seit seiner Studentenzeit interessiert er sich für das Spannungsverhältnis zwischen Glaube und Naturwissenschaften. Er ist Vertrauensdozent der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk, Mitglied der Deutschen Bunsengesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie der deutschen Sektion der AISCGre (Associazione Internazionale Studi di Canto Gregoriano).

Johann Michael Sailer und Alexander Graf von Westerholt, oder:
Innenansichten eines Freundschaftsverhältnisses in bewegten Zeiten


Dienstag, 27. November 2018, 19.30 Uhr
Salzstadel, Konferenzraum
Weiße-Lamm-Gasse 1, RegensburgZieroff web


PD Dr. Gabriele Zieroff (Regensburg)


Begrüßung: Prof. Dr. Sigmund Bonk
Moderation: Prof. Dr. Peter Scheuchenpflug

Bei Anwesenheit von S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Die enge, lebenslange Freundschaft zwischen Alexander Graf von Westerholt (1763-1827) und Johann Michael Sailer (1751 - 1832), ursprünglich durch den bekannten reformierten Pfarrer und Physiognomiker Johann Caspar Lavater (1741-1801) initiiert, war von einem tiefgehenden Vertrauen der beiden Männer zueinander geprägt. Insbesondere die Briefe Sailers an seinen Freund, den leitenden Beamten des damaligen Fürstlichen Hauses Thurn und Taxis, spiegeln das Leben beider Briefpartner in einem umfassenden Sinne wider. Sie werfen darüber hinaus bezeichnende Schlaglichter auf die zeitgeschichtliche politische und kulturelle Situation der Aufklärungszeit und der Säkularisation in Bayern. Nicht zuletzt zeigt sich darin Sailer ein weiteres Mal als Seelsorger, der auf die persönlichen Bedürfnisse und Belange seines Korrespondenten mit viel Empathie einzugehen weiß

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PD Dr. Gabriele Zieroff (Jg. 1968) ist derzeit Bearbeiterin des DFG-Projektes „Johann Michael Sailer und seine konfessionsübergreifenden Kreise“ und Privatdozentin für Liturgiewissenschaft an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg.
Prof. Dr. Peter Scheuchenpflug (Jg. 1965) ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an derselben Fakultät.

Donnerstag, 8. November 2018, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr (Führung), 19.00 Uhr (Tagung) -           Freitag, 9. November 2018, 17.00 Uhr

Führung: Walhalla, Donaustauf (Abfahrt 13.45 Uhr Domplatz Regensburg)

Tagung: RuntingersaalWinckelmann Johann Joachim web
Keplerstraße 1, Regensburg

Prof. Dr. Max Kunze (Stendal/Berlin) u. a.

In Anwesenheit von Kulturreferent Klemens Unger, Univ.-Präsident
Prof. Dr. Udo Hebel und Kreisheimatpfleger Dr. Thomas Feuerer

Bild: Johann Joachim Winckelmann - Wikimedia (gemeinfrei)

Im laufenden Jahr 2018 kommt es zu einer vielsagenden Koinzidenz des 250. Todesjahres des bedeutenden Altertumsforschers und Historikers klassischer Kunst Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) mit dem 150. Todesjahr von König Ludwig I. von Bayern (1786-1868). „Der die Bahn eröffnet, […] dem bleibt höchster Ruhm“: Mit diesen Worten charakterisierte der König das große Innovationspotential des bewunderten Gelehrten. Winckelmanns Geschichts- und Kunstverständnis revolutionierte das Antikenbild des 18. Jahrhunderts und veränderte damit die Geistes- und Kunstlandschaft – man darf sagen – in ganz Europa. Regensburg erweist sich hierbei nicht nur als schicksalsträchtiger Scheideweg im Leben Winckelmanns – dessen Ideen inspirierten auch die Gestaltung der Walhalla. Dort beginnt das Symposium.

Es referieren renommierte Wissenschaftler und Winckelmann-Experten, wie der Präsident der Winckelmann-Gesellschaft Prof. Dr. Max Kunze, der Direktor der Münchener Glyptothek Dr. Florian Knauß, Prof. Dr. Hannelore Putz, PD Dr. Mathias René Hofter, Dr. Helmut Heß, Prof. Hermann Leber, Dr. Margarete Huber.
Tagungsleitung und weitere Vortragende sind Dr. Susanne Biber, Edith Heindl M. A. und Prof. Dr. Sigmund Bonk.
Exkursion zur Walhalla mit Führungen von Dr. Thorsten Marr und Erhard Winklmann

Das Programm ist detaillierter einzusehen unter:
https://winckelmann-und-bayern.de

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Busfahrt zur Walhalla: 10,00 € (wird im Bus eingesammelt)
Anmeldung im Akademischen Forum: akademischesforum@bistum-regensburg.de | 0941/597-1612

In Kooperation mit:

Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg, Winckelmann-Gesellschaft, Stiftung „Uni pro arte“, Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg und Katholische Akademie in Bayern.

Historischer Verein web           Winckelmann Gesellschaft web         Pro Arte web          KEB R Stadt         Kath. Akademie Bayern web

Dienstag, 23. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Pfarrzentrum St. Anton,                              Then Reinhold web
Hermann-Geib-Straße 8 a, Regensburg 

Dr. Reinhold Then (Regensburg)

Weltmissionssonntag Plakat 2018 webZur Vorbereitung auf den Weltmissionssonntag am 28. Oktober 2018, den in diesem Jahr die Diözese Regensburg zum Thema „Äthiopien“ ausrichten wird, befasst sich das Akademische Forum Albertus Magnus mit dem – spätestens auf den zweiten Blick – spannenden Thema „Die Bibel der Äthiopischen Kirche“.
Die Frühgeschichte dieser Kirche hat viel mit Judenchristentum und Judentum zu tun. Sie hat sich diese Eigenart im Umfang ihrer 81 biblischen Bücher bewahrt. Über den Kanon der westlichen und östlichen Kirche hinaus, finden sich in der äthiopischen Bibel auch Schriften und Schriftsammlungen wie äthiopischer Henoch, Buch der Jubiläen, 4Baruch, Esra Apokalypse, EsraGraecus und Himmelfahrt des Jesaja, die in der äthiopischen Kirche kanonischen Rang haben und damit als Hl. Schrift verehrt werden. 
Das Plus dieser Bücher im biblischen Kanon weist dabei nicht nur auf besagte jüdische Spuren, sondern auch auf eine besondere Wertschätzung des Alten Testaments und des frühapokalyptischen Denkens hin. Die äthiopische Kirche hat dieses Substrat – selbst unabhängig von der einflussreichen koptischen Kirche in Ägypten – konserviert und bewahrt. Die Spurensuche erhellt uns somit die Frühzeit des ägyptischen und äthiopischen Christentums und gewährt uns Einblicke in den immensen Reichtum der äthiopischen Kirche.

Dr. theol. Reinhold Then (Jg. 1956) Studium der Kath. Theologie und der Orientalistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit dem Schwerpunkt biblisch-orientalische Sprachen (u.a. ge’ez, altäthiopisch), Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament an der kath.-theol. Fakultät der Universität Regensburg (1984-1991), seit April 1991 Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle und der Diözesanstelle des Kath. Bibelwerks im Bistum Regensburg, Autor und langjähriger Reiseleiter für Studien- und Pilgerreisen in biblische Länder, Vorstand der Armin Schmitt Stiftung, 1. Vorsitzender des Vereins "Christen helfen Christen im Hl. Land e.V.".

Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Weltkirche des Bistums Regensburg statt.

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Mittwoch, 17. Oktober 2018, 19.30 UhrVoderholzer

Café „Goldenes Kreuz“, Kaisersaal
Haidplatz 7, Regensburg

S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg)

Ikonographischer Vortrag zur Darstellung des Gekreuzigten

Die leidenschaftliche Diskussion um den „Kreuzerlass“ hat u. a. auch das wieder ans Licht gebracht: Im Unterschied zu vielen anderen Bundesländern gehört das Kreuz an der Wand und anderswo in Bayern zu unserer Lebenswelt dazu. Das Kreuz prägt unseren Alltag, nicht nur in den Kirchen und Kapellen, auch in unseren Wohnungen und Häusern, in Wirtshäusern, in den Krankenhäusern, Altenheimen, Kindergärten und Schulen, auf den Feldern und den Gipfeln – überall, wo Menschen sind, finden sich auch Kreuze. Dies war nicht immer so. Das Kreuz hat sich als das Symbol des Christentums erst gegen andere Symbole durchsetzen müssen. Und: Kreuz ist nicht gleich Kreuz. Hinter jeder Darstellung des Gekreuzigten steckt eine theologische Aussage. Wie sich diese Aussage im Verlauf der Kirchengeschichte gewandelt hat, ist Inhalt des reich bebilderten Vortrags.

Rudolf Voderholzer (Jg. 1959) war ordentlicher Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Trier und Gründungsdirektor des Instituts Papst Benedikt XVI. Am 6. Dezember 2012 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Regensburg ernannt. Bischof Rudolf ist Ordentliches Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Mitglied der römischen Kongregation für die Glaubenslehre und Mitglied der Glaubenskommission sowie der Kommission für Wissenschaft und Kultur in der Deutschen Bischofskonferenz. Kürzlich ist ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen worden.

Dienstag, 18. September 2018, 19.30 Uhr

Haus der Musik / Konzertsaal, Bismarckplatz 1, Regensburg

Faust – unser Zeitgenosse
Eine Collage mit PD Dr. Michael Jaeger (München)Goethe in der Campagna Kopf web

Bei Anwesenheit von S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

AUSVERKAUFT!

Der Alchemist Johann Georg Faust wurde bald nach seinem Tod (um 1540 im Breisgau) zu einer Gestalt der Sage und zu einer Art neuem, insbesondere deutschem Mythos. Bekanntlich war Goethe sein Leben lang von „Faust“ fasziniert. Er schuf sich damit einen überhöhten literarischen Doppelgänger und eine Folie für seine Unruhe, seine Zweifel, seinen unstillbaren Wissensdurst, sein Kokettieren mit dem Bösen, seine sonst verborgen gehaltene Freude an der Ausübung von Macht auf gesellschaftlichem und auf erotischem Terrain aber auch für seine radikale Gesellschaftskritik.
An diesem „Faust-Abend“ werden diverse Faustmotive mit ganz unterschiedlichen Medien zur Vorstellung gebracht. Nach dem Vortrag des renommierten Goethe-Spezialisten Michael Jaeger „Faust – unser Zeitgenosse“, hören wir die Pianistin Christine Lindermeier von der HfKM Regensburg mit „Mignon“ und dem „4. Mephisto-Walzer“ (beides von Franz Liszt), gefolgt von einem in Regensburg gedrehten Kurzfilm „Episode 3“ aus der vielbesprochenen Internetserie „Faust – ein zeitloser Mythos“ von Angelika Weber. Faust Puppen webDie „Collage“ wird abgeschlossen von einem kleinen Spiel: Der bekannte Puppenspieler Thomas Glasmeyer aus Würzburg gestaltet auf eigenwillige und herausfordernde Weise „Höhepunkte aus Faust, der Tragödie zweiter Teil“. Bilder: Goethe (Wikimedia/gemeinfrei) - Puppenspiel (Martin Menner)

Eintrittskarte: € 10.- - Vorverkauf: Akademisches Forum

Besucheradresse: Emmeramsplatz 10,Regensburg akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941/597-1612 | Fax. 0941/597-1613

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Regensburg und der Katholischen Erwachsenenbildung der Stadt Regensburg e. V.!

Stadt Regensburg Vollton web

Logo KEB R Stadt web 

 

 

 

Bonk Sigmund 18.09.18 web  Jaeger Michael 18.09.18 web  Lindermeier Christine 18.09.18 web  Glasmeyer Thomas 18.09.18 web

Bilder:Dr. Veit Neumann

Freitag, 04.05.18, 19.30 Uhr

Café Fürstenhof/1. Stock, Maximilianstraße 4, Regensburg (Parkmöglichkeit: Parkhaus Dachauplatz)

Dichterlesung und Einführung mit den Philosophen und Bestseller-AutorenHösle Vittorio web
Dr. Ludwig Steinherr und Prof. Dr. Vittorio Hösle (Notre Dame/Indiana/USA)

In Anwesenheit S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Steinherr webLudwig Steinherrs "Lichtgesang" schreibt eine große Tradition fort, deren Höhepunkte der „Sonnengesang“ des Pharao Amenophis IV. und die gleichnamige Dichtung des Hl. Franz von Assissi bildeten. Insbesondere das alte Ägypten ist in diesem Lang-Gedicht von ungeheurerer Präsenz und rückt hautnah an unsere Gegenwart heran. In kühnen Metaphern und fesselnden Bildern wird der Leser bis zum Schluss in Erstaunen gesetzt und in atemloser Spannung gehalten.

Anmeldung erforderlich: akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941/597-1612 | Fax 0941/597-1613

Vittorio G. Hösle (Jg. 1960) wuchs zunächst in Mailand auf und kam 1966 nach Regensburg, wo er das Abitur ablegte. Hösle studierte Philosophie, Allgemeine Wissenschaftsgeschichte, Klassische Philologie und Indologie in Regensburg, Tübingen, Bochum und Freiburg. 1982 Dr. phil., 1986 Habilitation, dann Privatdozent für das Fach „Philosophie“ an der Universität Tübingen. Im selben Jahr wurde er Visiting Assistant Professor und 1988 Associate Professor an der New School for Social Research in New York. 1993 Lehrstuhl an der Universität-Gesamthochschule Essen, 1997 Direktor des Forschungsinstitutes für Philosophie in Hannover, seit 1999 bis heute arbeitet er als Professor an der University of Notre Dame/Indiana. Er wurde 2013 in die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften berufen. Hösl schrieb bislang 34 (in 20 Sprachen übersetzte) Bücher, darunter Bestseller wie „Das Café der toten Philosophen“ (2001).

Rückblick von Dr. Johann Schwinghammer, Pastoralreferent

Fundierte Informationen zu Verfasser und Werk
Der international angesehene Philosoph Prof. Dr. Vittorio Hösle, der in Regensburg das Albertus- Magnus- Gymnasium besucht hatte, machte zunächst einige hinführende Erklärungen und Ausführungen zu Peter Steinherr und dessen Lang- Gedicht „Lichtgesang“.
Fesselnde Lesung des Lyrikers
Dieses Werk steht in der Tradition der Dichtung der „Sonnengesang“ des ägyptischen Pharaos Amenophis IV., Sprache und Ausdrucksform in Steiners „Lichtgesang“ sind modern, ja, zum Teil erschreckend modern . Auch durch die kunstvolle Verwendung von Stilfiguren versteht es der Dichter, Zuhörer wie Leser zu beeindrucken.
Persönlicher Hintergrund des Lyrikers
Im Rahmen der nun gebotenen Möglichkeit, Frage zu stellen, erhielten die Anwesenden Informationen etwa über die Einflüsse auf das Werk Steiners, zugleich aber auch über dessen Arbeit oder konkret über die Entstehung seiner Dichtung.

Freitag, 04.05.18, 19.30 Uhr

Café Fürstenhof/1. Stock, Maximilianstraße 4, Regensburg

Prof. Dr. Vittorio Hösle, Philosoph und Bestseller-Autor

Ludwig Steinherrs „Lichtgesang“ schreibt eine große Tradition fort, deren Höhepunkte der „Sonnengesang“ des Pharao Amenophis IV. und die gleichnamige Dichtung des Hl. Franz von Assissi bildeten. Insbesondere das alte Ägypten ist in diesem Lang-Gedicht von ungeheurerer Präsenz und rückt hautnah an unsere Gegenwart heran. In kühnen Metaphern und fesselnden Bildern wird der Leser bis zum Schluss in Erstaunen gesetzt und in atemloser Spannung gehalten.

Vittorio G. Hösle (Jg. 1960) wuchs zunächst in Mailand auf und kam 1966 nach Regensburg, wo er das Abitur ablegte. Hösle studierte Philosophie, Allgemeine Wissenschaftsgeschichte, Klassische Philologie und Indologie in Regensburg, Tübingen, Bochum und Freiburg. 1982 Dr. phil., 1986 Habilitation, dann Privatdozent für das Fach „Philosophie“ an der Universität Tübingen. Im selben Jahr wurde er Visiting Assistant Professor und 1988 Associate Professor an der New School for Social Research in New York. 1993 Lehrstuhl an der Universität-Gesamthochschule Essen, 1997 Direktor des Forschungsinstitutes für Philosophie in Hannover, seit 1999 bis heute arbeitet er als Professor an der University of Notre Dame/Indiana. Er wurde 2013 in die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften berufen. Hösl schrieb bislang 34 (in 20 Sprachen übersetzte) Bücher, darunter Bestseller wie „Das Café der toten Philosophen“ (2001).

Thon-Dittmer-Palais, Konferenzraum 1
Haidplatz 8, Regensburg

Prof. Dr. Marianne Schlosser (Wien)Schlosser Marianne2 web

Nennt man Albert den Großen, den Namensgeber u. a. des diözesanen FORUMs in Regensburg, so denken viele zuerst an seine erstaunlichen naturwissenschaftlichen und philosophischen Werke, manche auch an seine Lehrtätigkeit in Paris und an seinen berühmten Schüler Thomas von Aquin – Regensburger sicherlich auch an seine beachtlichen Leistungen als Bischof dieser Stadt. Weniger im Bewusstsein verankert scheint Albert als Seelsorger und bedeutender Theologe – eine Dimension seines Wirkens, die zweifellos mehr Aufmerksamkeit verdient.
Zu den Werken, die im Mittelalter seinen Ruhm als geistlicher Autor verbreiteten, zählt aber insbesondere ein ausführlicher und theologisch tiefer Kommentar zur Feier des Gottesdienstes („Über die Heilige Messe“), der von einer ebenso umfangreichen Darlegung über das Altarssakrament („Über den Leib des Herrn“) ergänzt wird. Wissenschaft und geistliches Leben verbinden sich in diesen Ausführungen, die traditionell Albert zugeschrieben werden, zu einer wundervollen Einheit, die auch heute noch zu einer bewussteren und lebendigeren Mitfeier des eucharistischen Gottesdienstes verhelfen könnten.

Marianne Schlosser (Jg. 1959) studierte lateinische Philologie und katholische Theologie an der Universität München. 1985 legte sie die Prüfung zum Lizentiat in katholischer Theologie ab, 1989 promovierte sie mit einer Arbeit zum hl. Bonaventura zur Dr. theol. – ausgezeichnet mit dem Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft; 1998 Habilitation im Fach Dogmengeschichte und Dogmatik über den Prophetiebegriff in der scholastischen Theologie“. Von 1985 bis 2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Martin-Grabmann-Institut in München. 2004 wurde Schlosser Universitätsprofessorin für Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, die aus Anlass ihrer Berufung ein eigenes Institut für Theologie der Spiritualität schuf und damit eine Pioniertat im deutschsprachigen Raum vollbrachte. Sie ist Mitherausgeberin der Franziskanischen Quellenschriften in deutscher Übersetzung. Papst Franziskus berief sie 2014 zum Mitglied der Internationalen Theologenkommission.

Schlosser 04.06.18 Publikum2 webSchlosser 04.06.18 Bonk Publikum 2 web

 

 

 

 

 

Rückblick

Großes Interesse an Veranstaltung des Akademischen Forums in Regensburg
Bei sommerlichen Temperaturen war der Konferenzraum 1 des Thon- Dittmer- Palais in Regensburg am Montag, den 4. Juni 2018 bis auf den letzten Platz gefüllt.
Prof. Dr. Marianne Schlosser (Jg. 1959), Professorin für Theologie der Spiritualität an der Universität Wien referierte anlässlich des von ihr übersetzten und herausgegebenen Doppelwerkes „Über die Eucharistie“ des heiligen Albertus Magnus (1200- 1280).
„Mystagogische Betrachtung“
Das Doppelwerk verfasste der Dominikaner, der Universalgelehrte, große Theologe und erfahrene Seelsorger, der von 1260- 1262 Bischof der Diözese Regensburg war, in der Zeit vor 1279.
Damit ist ihm eines der schönsten mittelalterlichen Werke über Theologie und Frömmigkeit der Eucharistie gelungen. Die Referentin bezeichnete das Werk des hl. Albert als „theologische Betrachtung i. S. e.“mystagogischen Betrachtung“
Das Doppelwerk
Der „Doppeltraktat besteht aus einem Kommentar „über die heilige Messe“ und Darlegungen über das Altarsakrament („Über den Leib des Herrn“).
Bei der Vorstellung des ersten Teils erläuterte die Referentin auch anhand von Texten die Messfeier und erklärte dabei einzelne Riten und Gebete.
Anhand verschiedener Bezeichnungen des Altarsakraments ( Gabe, Opfer, Geschenk, Speise und Trank, Kommunion, Sakrament der Kirche ) wird dessen Bedeutung im zweiten Teil des Buches vor Augen geführt.
Begeisternder Vortrag
Auch durch ihren Vortrag gelang es der Professorin, ihre Zuhörer zu begeistern und den Doppeltraktat des heiligen Albert als Angebot zu einem tieferen Verständnis von Feier und Empfang der Eucharistie als „kostbarste Gabe“, vorzustellen.
Bei den anschließenden Fragen und Anmerkungen zeigte sich die Bandbreite und Aktualität der Thematik: Nun ging es beispielsweise um „Wandlung“, persönliche Voraussetzungen zum Eucharistieempfang oder gemeinsame Kommunion konfessionsverschiedener Ehepaare.
Der langanhaltende Applaus nach Beendigung des Vortrags machte deutlich, dass das Akademische Forum mit der Wahl von Thema und Referentin genau richtig lag.

 

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.30 Uhr

Blumenhaus Trede, Gwäxhaus, Furtmayrstraße 5, Regensburg

Prof. Dr. Widmar Tanner (Regensburg)

Ein ungewöhnlicher aber sehr bestechender Blick auf die Widmar Tanner2 Körber Stiftung Hamburg webmenschliche Intelligenz! Die biochemischen Prozesse der Pflanze sind Grundlage unserer gesamten Ernährung. So bildet die Photosynthese die Grundlage unserer organisch-chemischen Ernährung – und dies freilich nicht nur für den Menschen, sondern auch für das gesamte Tierreich.
Andererseits sorgt die „Bergwerksarbeit“ der pflanzlichen Wurzel für alle anderen Bestandteile unserer Nahrung, also die anorganische Ernährung. Letztere Fähigkeit aller Pflanzen des Festlandes ist uns aufgrund unserer Schulbildung weniger vertraut als jene oberirdische der Photosynthese.
Im Vortrag soll bewiesen werden, dass sich intelligentes Leben auf unserem Globus vor allem aufgrund der einmaligen Leistung der pflanzlichen Wurzel entwickeln konnte. Schließlich soll die Vorstellung einiger Botaniker untermauert werden, dass, wo immer es im Universum intelligentes Leben auf festem Substrat geben mag, dieses keinesfalls ohne die gleichzeitige Existenz bewurzelter Organismen entstehen konnte.

Widmar Tanner (Jg. 1938) ist ein international bekannter Pflanzenwissenschaftler. Er studierte Biologie und Chemie an der LMU München und an der Purdue University in West Lafayette (Indiana) USA. Mit einer in den USA verfassten Arbeit promovierte er 1964 an der LMU München, wo er sich 1969 auch habilitierte. 1970 wurde er – im Alter von 32 Jahren – an die Universität Regensburg auf einen Lehrstuhl für Zellbiologie und Pflanzenphysiologie berufen. Er ist seit 2005 emeritiert. Tanner bearbeitete ein breites Spektrum der Pflanzen-Biochemie und -Physiologie, forschte u. a. zu Fragen des zellulären Membrantransports sowie der Biosynthese und der Funktion von Glykoproteinen. Er charakterisierte einen Glucose Transporter von Chlorella – das erste Beispiel eines eukaryontischen Protonen-Symporters. Er klärte den Biosyntheseweg einer Proteinmodifizierung, die auch beim Menschen essentiell ist. In den letzten Jahren beschäftigte er sich mit Plasmamembranen bei Hefen und Pflanzen. Neben seinem wissenschaftlichen Wirken war Tanner u. a. Vizepräsident der Universität Regensburg (1976–1979), Mitglied des dortigen Wissenschaftsrats (1987–1989) sowie Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1993–1997).

Rückblick

Renommierter Naturwissenschaftler beim Akademischen Forum
Albertus Magnus

Tanner Widmar 15.05.18 webDer international bekannte Regensburger Biologe Prof. em. Dr. Widmar Tanner (Jg. 1938) referierte am 15. Mai 2018 vor etwa 30 Zuhörern zum Thema „Kein intelligentes Leben ohne Pflanzen“. Die Veranstaltung fand an einem zur  Thematik  passenden Ort, nämlich im Blumenhaus Trede/ Gwäxhaus in Regensburg, statt.
Nach der Begrüßung der Besucher und des Referenten beleuchtete Herr Prof. Dr. S. Bonk, der Direktor des „Akademischen Forums“ das Thema einführend  aus philosophiegeschichtlicher Perspektive.
Kein organisches Leben  ohne Pflanzen
In seinen Ausführungen erläuterte  der Naturwissenschaftler die zentrale Bedeutung der Pflanzen für organisches Leben:  Grüne Pflanzen produzieren im Zuge ihres zentralen Lebensvollzugs, der Photosynthese, durch  Sonnenlicht aus Wasser und Kohlendioxid Sauerstoff und Traubenzucker. Damit ermöglichen Pflanzen  elementare Grundlagen allen Lebens : Sauerstoff braucht alles Leben zum Atmen und der in Stärke umgewandelte Traubenzucker ist Ursprung aller Nahrung.
 Mineralien und Spurenelemente aus Pflanzen
Indem sie mit ihren Wurzeln Mineralien und Spurenelemente aus der Erde aufnehmen und speichern, liefern Pflanzen auch diese lebens- wichtigen Stoffe.
Mit Ausnahme von  Kochsalz sind alle zum Leben notwendigen Stoffe in Pflanzen enthalten.
Leben auf anderen Planeten
Seine Grundannahme, nach der  ohne Pflanzen kein intelligentes Leben  möglich ist, bezog der Biologe auch auf andere bewohnbare Planeten im Universum.

Dienstag, 13. März 2018, 19.30 Uhr

Naturkundemuseum Ostbayern, Historischer Museumssaal Am Prebrunntor 4, Regensburg (Flyer)

Prof. Dr. Rüdiger Schmitt (Regensburg)

Der Mensch ist im Unterschied zu anderen Lebewesen auch wesentlich durch seine Geschichte bestimmt. Über Herkunft und Vorgeschichte des Menschen in seiner gegenwärtigen Gestalt war bis Mitte des 20. Jahrhunderts nur wenig bekannt – es dominierten Hypothesen und Vermutungen. Seitdem haben systematische Ausgrabungen menschlicher Fossilien und verfeinerte Datierungen in Verbindung mit neuen Methoden der Gentechnik sowie Informatik recht sichere Erkenntnisse über Herkunft und Wanderungen des Homo sapiens „out of Africa“ erschlossen. Mit der Isolierung genetischen Materials aus alten Knochenfossilien und der Entschlüsselung des gesamten Neandertaler-Genoms betraten Forscher um Svante Pääbo in Leipzig (2010) weiteres faszinierendes wissenschaftliches Neuland. Erstmals konnte auch ein „Genfluss“ zwischen Homo sapiens und seinen archaischen Vettern dokumentiert werden. Das ändert nichts daran, dass sich unsere Vorfahren, die Cro-Magnon Menschen, – diese kamen vor rund 40.000 Jahren nach Europa – von uns nicht wesentlich unterschieden. Dergleichen belegen Fossilien ebenso wie kunstvolle Figurinen von der Schwäbischen Alb, am eindrucksvollsten aber die grandiosen Höhlenmalereien aus Südwest-Frankreich.


Schmitt Rüdiger4 webRüdiger Schmitt (Jg. 1936)ist ein renommierter Genetiker und Molekularbiologe. Er studierte von 1955 bis 1961 Chemie, Physik und Physiologie an der TU Berlin und der TU Braunschweig. Promotion 1963 in Organischer Chemie an der TU Braunschweig. Von 1964 bis 1966 war er Postdoktorand in Stanford, California/USA am Syntex Institute for Molecular Biology. 1966 ging er für zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die National Institutes of Health (NIH) in Bethesda, Maryland/USA. 1969 erfolgte die Habilitation an der Universität Erlangen. Bis 1974 war er am dortigen Institut für Mikrobiologie als Privatdozent für Molekulargenetik tätig. 1974 wurde Schmitt Ordinarius für Genetik an der Universität Regensburg (bis 2004). Als Prorektor schloss er hier internationale Partnerschaften mit der Washington University ( St. Louis ,USA), der Karls-Universität (Prag), der Kanazawa Universität (Japan) und der Lomonossow Universität (Moskau). Schmitt war Gastwissenschaftler an den Universitäten Genf, Edinburgh, Bristol, der Washington University (St. Louis) und der Harvard University. Als UNESCO Invited Lecturer hielt er 1987 Vorlesungen am Institute of Nutritional Resources in Beijing, China.

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18.30 Uhr
Universität, Vielberth-Gebäude, Hörsaal 24,Universitätsstraße 34, Regensburg
Dr. Timo Aytaç Güzelmansur

Was verbindet uns? - Was trennt uns?

Eine Bestandsaufnahme – und Ausblicke des christlich-islamischen-Dialoges aus katholischer Sicht


Die Begegnung zwischen Menschen mit unterschiedlichen Religionen Güzelmansur webgehört immer mehr zum Alltag und deren Gelingen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zunächst heißt das für beide Seiten, sich mit etwas zu beschäftigen, das fremd und oft auch beunruhigend wirkt. Wie kann da ein echter Dialog gelingen? Im Blick auf den Islam erhebt sich auch die Frage: Welche Inhalte werden von welchen Personen derzeit behandelt? Seit 2006 arbeitet Dr. Güzelmansur bei der entsprechenden Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz („CIBEDO“) sehr erfolgreich als leitender Referent für den Islam in türkischer Prägung.

Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der KEB in der Stadt Regensburg e. V. in der Reihe: „Dialog der Religionen" statt.

Eintritt frei!

Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg e. V.
Obermünsterplatz 7, Besucheradresse: Emmeramsplatz 1, 93047 Regensburg
Tel. 0941/597 2231 info@keb-regensburg-stadt.de

 

Montag, 5. Februar 2018, 19.30 Uhr
Haus der Musik, Konzertsaal, Bismarckplatz 1, Regensburg

Albert von Schirnding (München)
(Lesung am Festakt)

Am 21.01.15 fand die erste Veranstaltung des Akademischen Forum Albertus Magnus statt. Den Eröffnungsvortrag hielt damals Prof. Dr. Dr. hc. Wolfgang Frühwald zum Thema „Albertus Magnus und seine Schüler im 14. Jahrhundert“. Die mittlerweile dreijährige Aktivität will das Akademische Forum im Beisein von S. E. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer durch einen Festabend mit Albert Baron von Schirnding akzentuieren:

Zorina Anastasia webAnastasia Zorina, Klaviermusik von F. Chopin und F. Liszt  
Albert von Schirnding, Lesung „Albergo Sole – Erinnerungen an dreißig römische Lieblingsorte“
Harald Beitler (Bischöfliche Presse- und Medienabteilung/TVA), Filmvorführung
„Von Albert dem Großen bis zum Akademischen Forum Albertus Magnus.
Ein Beitrag zur Kulturgeschichte Regensburgs“.

Anmeldung erbeten bis 26.01.18:
Akademisches Forum Albertus Magnus 0941/597 1612
akademischesforum@bistum-regensburg.de

Albert von Schirnding (Jg. 1935) wuchs in Regensburg als Sohn des Leiters Albert von Schirnding kleinder Thurn-und-Taxisschen Gesamtverwaltung auf. Nach dem Abitur am Alten Gymnasium studierte er Klassische Philologie. 1956 erschien sein erster – Georg Britting gewidmeter – Lyrikband. Nach Stationen in Weiden und Ingolstadt unterrichtete er von 1965 bis 1998 am Münchner Ludwigsgymnasium. Als freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung (ab 1970) schrieb er zahlreiche Beiträge für das Feuilleton. Bekannt wurde er aber auch als Literaturkritiker, als Deuter v. a. der griechischen Philosophie, als Übersetzer aus dem Altgriechischen und als Autor von Lyrik und Erzählungen. Von 1991 bis 2004 leitete Baron von Schirnding die Abteilung Literatur in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2004 ist er auch Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Als Herausgeber und Kommentator hat er Werke von Lessing und Thomas Mann bis Rainer Malkowski betreut; langjährige leitende Mitarbeit auch bei weiteren Projekten, so auch in der Katholischen Akademie in Bayern.

Rückblick

Donnerstag, 23. November 2017, 19.30 UhrLhnig Martin
Kräncher-Saal, Salzstadel, Weiße-Lamm-Gasse 1, Regensburg

Prof. Dr. Martin Löhnig (Regensburg)

Am 30. Juni 2017 hat der Bundestag das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, die sog. „Ehe für alle“, beschlossen. Diskriminierung ist, worüber Einigkeit besteht, eine schlimme Sache und so wurde die Reform von vielen als Endpunkt Jahrzehnte langer Bemühungen um die vollständige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare teils enthusiastisch begrüßt. Andererseits ist der Begriff der Diskriminierung nicht klar definiert und im Zusammenhang mit dieser Feststellung lässt das Gesetz auch einige nicht ganz unbedeutende Fragen offen (Stichworte: Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz bzw. dem dortigen tradierten Begriff der Ehe, Fragen des Kindeswohls, des Namens- und Adoptionsrechts, der Leihmutterschaft, künstlichen Befruchtung u. a. m.). Auch könnte sich die Reform in der Rückschau als Anfangspunkt eines neuen Reformdiskurses erweisen. Ist es nämlich auszuschließen, dass etwa Muslime bald auch das Recht auf Polygamie einfordern? Umfasst das Wort „alle“ auch Jugendliche oder gar Kinder – wie steht es konkret mit der Anerkennung von Kinderehen?


Martin Löhnig (Jg.1971) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg, anschließend Promotion und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäische Rechtsgeschichte und Kirchenrecht von Hans-Jürgen Becker. Die Habilitationsschrift „Treuhand“ wurde mit dem Regensburger Habilitationspreis ausgezeichnet, danach gewann Dr. Löhnig 2006 den "Preis für gute Lehre an Bayerns Universitäten"; es folgte ein Ruf der Universität Konstanz; 2008 W3-Professur für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Regensburg. 2009/2010 hatte M. Löhnig eine Gastprofessur für Wirtschaftsrechtsgeschichte an der Universität St. Gallen inne, 2014/2016 war er Gastprofessor an der Università degli Studi dell'Insubria (Como), und 2015 Gastprofessor an der Masaryk Universität in Brno.

Rückblick

Prof. Dr. S. Bonk, der Direktor des Akademischen Forums, begrüßte als Referenten den Regensburger Rechtsprofessor Dr. Martin Löhnig (Jg. 71) und etwa 30 Interessierte. Das Thema der Veranstaltung war ein schwieriges und deshalb auch kontrovers diskutiertes Thema:
Die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare
Homosexuelle Paare hatten seit August 2001 die Möglichkeit zu einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Am 30. Juni 2017 beschloss der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechtes.
Gesetzgebung „Hals über Kopf“
Die vorausgehende Bundestagsdebatte dauerte nur 38 Minuten und es war zudem die letzte Sitzung des Bundestags vor der Sommerpause. Bei dieser Abstimmung gab es keinen Fraktionszwang. Die Bundeskanzlerin appellierte an das Gewissen der Abgeordneten, von denen dann schließlich 226 dagegen und 393 für stimmten.
Infolge dieses Abstimmungsergebnisses erhielten homosexuelle Paare das Recht, eine „Ehe“ zu schließen und damit die vollständige rechtliche Gleichstellung zur Ehe von Frau und Mann.
Auch aufgrund dieser „Hals über Kopf“- Gesetzgebung“ blieben erwartungsgemäß Fragen offen und es entstanden Folgeprobleme:
Ist das Gesetz mit dem Grundgesetz vereinbar?
Nach Art. 6 des Grundgesetzes steht die Ehe von Mann und Frau unter einem besonderen Rechtsschutz. Der nun neu eingeführte § 1353 BGB weitet diesen Rechtsschutz auch auf gleichgeschlechtliche Paare aus. Dabei ist abschließend noch gar nicht geklärt, ob dies grundgesetzkonform ist. Letztlich wird erst noch das Bundesverfassungsgericht über diese Frage entscheiden und gegebenenfalls das Grundgesetz ändern müssen. Die Bayerische Landesregierung etwa lässt bereits prüfen, ob die Gleichstellung grundgesetzkonform ist.
Viele Gesetze anpassen
Die deutschen Gesetzbücher gehen grundsätzlich von einer Ehe zwischen Mann und Frau aus. Durch die Gleichstellung homosexueller Paare liegen nun aber neue Gegebenheiten vor. Deswegen müssen viele Gesetze wie etwa dasSteuer-, Abstammungs-, Erbrecht oder das Familienrecht erst noch sprachlich und inhaltlich modifiziert werden.
Nachkommen und Adoptivkinder?
Beim Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher Paare müsste eine künstlich Befruchtung (assistierte Fortpflanzung) erfolgen. Hier ergeben sich große rechtliche Probleme, da sowohl Eizellenspende als auch Leihmutterschaft in Deutschland verboten sind.
Einer Eingetragenen Partnerschaft war es bereits möglich, über rechtliche Umwege (Sukzessivadoption) Kinder zu adoptieren, mit der Gleichstellung können homosexuelle Paare jetzt aber im Zuge eines gängigen Adoptionsverfahrens Kinder adoptieren. Die Frage nach dem Wohl der Kinder grundsätzlich wie auch im Einzelfall neu entschieden werden.
Folgen für die Institution „Ehe“
Die „Ehe für alle“ kann im Laufe der Zeit dazu führen, dass sich die Institution „Ehe“ von Mann und Frau als Keimzelle und Basis der Gesellschaft beginnt, sich aufzulösen. In Zukunft könnte sogar etwa auch der Ruf nach einer „Ehe“ aus fünf oder acht Personen laut werden.
Der neue § 1353 BGB beendet die Problematik noch lange nicht, er könnte zum Ausgangspunkt eines neuen Reformdiskurses werden.

Dr. Johann Schwinghammer

Freitag, 17. November 2017, 19.30 Uhr
Hörsaal S051, Ostbayerische Technische Hochschule (OTH), Seybothstraße 2, Regensburg

Dr. Manfred Lütz (Köln)

"Wie Sie unvermeidlich glücklich werden!“         

Eine Psychologie des Gelingens

Von dem Wort „Glück“ geht ein Zauber aus. Sobald man es irgendwo hört oder liest, erhöht sich dieLuetz.Pressefoto web Aufmerksamkeit. Der prominente Psychiater, Psychotherapeut, Bestsellerautor und Kabarettist Manfred Lütz spricht ebenso scharfsinnig wie witzig über die Glückssuche einst und jetzt und präsentiert so nebenher unter anderem die ganze Philosophiegeschichte als eine einzige fortgeführte Frage nach eben diesem wahren und dauerhaften Glück. Viele Glücksverheißungen und -botschaften taugen leider wenig – aber es wird sich auch etwas Verblüffendes ergeben: Lütz schreibt. „Es ist mein voller Ernst, dass man unvermeidlich glücklich werden kann. Und da es solche Wege gibt, die ausnahmslos jedem Menschen offenstehen, darf man darüber nicht schweigen.“


Eintrittskarten 10,00 € - Kartenvorverkauf im Internet unter www.okticket.de, bei allen üblichen Vorverkaufsstellen, aber auch an der Abendkasse.

Manfred Lütz (Jg. 1954) studierte Medizin, Philosophie und katholische Theologie  in Bonn und Rom: Promotion, 1979 Approbation, Diplom in katholischer Theologie 1982.; zunächst Facharzt für Nervenheilkunde, später auch für Psychiatrie; seit 1997 Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz. Bekanntheit erlangte Dr. Lütz als vielfacher Bestseller-Autor. In seinen Büchern – etwa dem preisgekrönten „Gott. Eine kleine Geschichte des Größten (2007)“ – wendet er sich, oft satirisch und humorvoll, auch den sog. ewigen Fragen zu. Seine Buchvorstellungen gleichen unterhaltsamen Kabarettprogrammen. Es gibt dabei auch die andere, ernstere Seite – ein Beispiel: M. Lütz gründete 1981 in Bonn eine 200 Personen einbindende integrative Behindertengruppe. M. Lütz ist ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.


Rückblick

Prof. Bonk, dem Direktor des Akademischen Forums Albertus Magnus ist es gelungen, den bekannten Kabarettisten, Autor, Theologen, Chefarzt und schon auch bekennenden Katholiken Dr. Manfred Lütz für eine Veranstaltung zu gewinnen.
Hintergrund des Vortrags war das heuer unter dem gleichen Titel erschienene Buch von Manfred Lütz.
An die 300 Zuhörer, unter denen sich etwa auch Bischof Voderholzer befand, waren am Freitag, den17. 11. 2017, in die OTH in Regensburg gekommen.
Dr. Lütz fesselte die Anwesenden mit seinen ebenso lebendigen und humorvollen, wie auch niveauvollen und bereichernden Ausführungen. Dabei nahm er im lockeren Erzählstil beispielsweise Bezug auf das Verständnis von „Glück“ in der Philosophiegeschichte.
Die Aussage von Aristoteles, wonach jeder Mensch auf der Suche nach Glück ist, zeigt die ständige Aktualität des Themas.
Kein Glück durch Ruhm, Erfolg oder Karriere
Dr. Lütz erläuterte, dass Glück nicht willentlich erstrebt werden kann. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Lebensglück durch Reichtum, Karriere oder Ruhm erlangt werden kann; dies sind nur trügerische „Synonyme“ für Glück und sicher keine Mittel um wirklich glücklich zu werden. Als anschauliche Beispiele nannte Lütz Prominente, die zwar erfolgreich und reich, ganz sicher aber nicht glücklich sind.
Glücksratgeber helfen nur Autor und Verlag
Das in Glücksratgebern versprochene Glück gibt es nicht, da Glück nur in individueller, ganz persönlicher Weise möglich ist. Der „propagierte `Egotrip´“, so Lütz, „hat sich eindeutig als Sackgasse erwiesen.“ Die wirklich wichtigen Dinge im Leben können nicht allgemeingültig definiert und schon gar nicht verordnet werden. Letztlich hat der Kauf eines solchen Buches dem Autor und seinem Verlag „genützt“.
Psychologen und Psychiater sind für Glück nicht zuständig
Dr. Lütz betont, dass die Annahme, Psychologen könnten den Weg ins Glück zeigen oder führen, falsch ist. Sicher, Depressionen sind behandel- und heilbar, im Leben jedes Menschen gibt es aber Probleme und Schwierigkeiten, bei denen Psychotherapie einfach überflüssig ist. In Lebenskrisen ist der Beistand eines Seelsorgers, mit dem auch Themen wie “Schuld“, „Tod“ oder „Sinn“ besprochen werden können, viel besser geeignet. Psychiater und Psychologen sind Fachleute für psychische Störungen und Krankheiten. Ins Glück zu führen ist nicht ihre Aufgabe und sie können es auch gar nicht.
Der wirkliche Weg zum Glück
Glück kann nach Dr. Lütz „unvermeidlich“ erreicht werden, wenn ein Mensch seine persönlichen Anlagen und Fähigkeiten entdeckt und auslebt, wenn er gute Freunde hat, Sinn in seinem Handeln erkennt und versucht die Liebe zu leben. Auch gehört dazu, den Blick nach oben lenken und einen tieferen Urgrund sehen zu können.
Wirkliche Quellen von Glück sind nach Dr. Manfred Lütz Freundschaft, Liebe, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und Sinnerfüllung.

Dr. Johann Schwinghammer

Donnerstag, 26. Oktober 2017,
17.30 Uhr Vesper in St. Andreas, Andreasstraße 13, Regensburg-Stadtamhof

18.30 Uhr Antrittsvorlesung  / VortragHnerlage 2
Konzertsaal der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik, Eingang Seifensiedergasse

Prof. Christoph Hönerlage (Regensburg)

 

Centonisation als Mittel der assoziativen Textdeutung in den Gradualien des V. Modus

Zum Kernrepertoire des Gregorianischen Chorals der fränkisch-karolingischen Epoche gehören 46 Gradualien im V. Modus. Die meisten von ihnen sind zu großen Teilen aus rhythmisch-melodischen Formeln komponiert. Das Besondere: Ein und dieselbe Formel wird jeweils für unterschiedliche Texte verwendet. Bislang fehlte eine stimmige Erklärung für dieses eigenartige Kompositionsprinzip der sog. Centonisation, das auf den ersten Blick wie ein „Fleckerlteppich“ anmutet. Doch die Analyse dieser Gradualien als Einheit von Wort und Ton unter Zuhilfenahme der patristischen Schriftdeutung und des liturgischen Kontextes lässt das Phänomen in einem völlig neuen Licht erscheinen. Die Analyse öffnet den Blick für die liturgischen, theologischen und geistlichen Intentionen, die der Centonisation zugrunde liegen: Im „Fleckerlteppich“ zeigen sich „Goldfäden“.

Der Eintritt ist frei!


Dem Vortrag geht ein kirchenmusikalisches Konzert  voraus:

DE PROFUNDIS – IN EXCELSIS: Gregorianische Gesänge und Orgelmusik            

Samstag, 21. Oktober 2017, 19.30 Uhr   - Abteikirche Weltenburg

Christoph Hönerlage (Jg. 1963) studierte Katholische Theologie in Paderborn und Wien, Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg und Gregorianik in München. Als Kantor und Dozent für Kirchenmusik war er bis 2016 verantwortlich für die liturgie-musikalische Ausbildung und Praxis im Erzbischöflichen Priesterseminar Collegium Borromaeum Freiburg und an der Fachakademie für Pastoral und Religionspädagogik Freiburg; an der Hochschule für Musik in Freiburg Lehrauftrag für Gregorianik, Deutscher Liturgiegesang (kath.) und Liturgisches Singen (ev.). 2016 wurde Chr. Hönerlage als Professor für Gregorianik und Liturgiegesang an die HfKM in Regensburg berufen.

Rückblick

Nach einer feierlichen Vesper mit H.H. Weibischof Dr. Graf in der Kirche St. Andreas (Regensburg- Stadtamhof) hielt Prof. Christoph Hönerlage im Konzertsaal der Hochschule für Katholische Kirchenmusik seine Antrittsvorlesung. Der Referent, der 2016 als Professor für Gregorianik und Liturgiegesang an die KHfKM berufen worden war. stellte sich dem Thema: „Centonisation als Mittel der assoziativen Textdeutung in den Gradualien des V. Modus“.
Zu den frühmittelalterlichen Chorälen gehören 46 Gradualien des V. Modus, die zum Großteil aus rhythmisch-melodischen Formeln bestehen. Dabei sind unterschiedliche Texte durch gleiche musikalische Formeln verbunden (sog. Centonisation). Diese Komposition gleicht laut Prof. Hönerlage auf den ersten Blick einem „Fleckerlteppich“.
Prof. Hönerlage ging daran, diese textlich-musikalischen Kompendien anhand ihres liturgischen Hintergrundes und unter Beiziehung der patristischen Schriftdeutung zu analysieren und dabei zugrundeliegende, übergreifende theologische, liturgische und geistliche Aussagen zu evaluieren. Diese Kondensate ergeben sich als „Goldfäden“ im Fleckerlteppich der Centonisation.

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19.30 UhrSchon Dietmar
Kaisersaal im Hotel „Goldenes Kreuz“, Haidplatz 7, Regensburg
(Zugang: Durchgang zum Innenhof, dann Treppe rechts hoch)


Pater Dr. Dietmar Schon OP (Regensburg)                   

Die Lage der Christen in den kriegs- und krisengeschüttelten Ländern des Nahen Ostens wird aktuell kaum noch thematisiert. Diese ist von Gegensätzen gekennzeichnet. Anhand von Länderbeispielen und einzelnen Kirchen soll aufgezeigt werden, wie sich Christen seit geraumer Zeit bemühen, unter häufig wechselnden Rahmenbedingungen einen Platz in vorwiegend muslimisch geprägten Gesellschaften zu finden. Andererseits erodiert vielerorts die christliche Präsenz durch Emigration. Insbesondere die Ostkirchen verfügen über eine jahrhundertelange, wechselvolle Erfahrung mit dem Islam. Zur religiösen Minderheit geworden, haben sie dennoch christliche Glaubensinhalte erfolgreich in eine ganz andere Vorstellungswelt hinein übersetzt. Aufbrüche und Reformbewegungen bezeugen ihre ungebrochene Glaubens- und Lebenskraft. Nicht zuletzt die Ökumene hat – bei uns fast unbemerkt – im Nahen Osten kräftige Impulse erhalten.


Dr. Dietmar Schon OP (Jg. 1959) studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Freiburg i. Br. (Abschluss 1988 mit der Zweiten Staatsprüfung). 1988 Eintritt in den Dominikanerorden, von 1989 bis 1994 Studium der katholischen Theologie an der Universität Wien. 1992 Profess und 1994 Priesterweihe, danach Provinzsyndikus, 1998 Dr. theol., von 2002 bis 2011 Provinzial der süddeutsch-österreichischen Dominikanerprovinz. Seit 2009 ist er als Kirchenrektor der Dominikanerkirche St. Blasius tätig, ab WS 2011/12 Lehrauftrag an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Regensburg. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ernannte ihn zeitgleich mit Errichtung des „Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg“ im Jahr 2016 zu dessen Direktor; ab Sommersemester 2013 zusätzlich Lehrauftrag für die Geschichte der Ostkirchen am Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte der Universität Regensburg, 2017 Habilitation.

Rückblick
Über die Situation der Ostkirchen in muslimisch geprägten Gesellschaften des Nahen Ostens referierte der Direktor des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, Dr. Dietmar Schon o.p. In den Medien verbreitete Bilder von zerstörten Kirchen und von Opfern der gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region haben einer breiten Öffentlichkeit die aktuelle Not der dort präsenten christlichen Kirchen vor Augen geführt. Weniger bewusst sind die unterschiedlichen Wege, welche die verschiedenen arabischen Gesellschaften seit der Kolonialzeit im 19./20. Jh. gegangen sind. Dabei war christlich-islamische Zusammenarbeit ein wichtiger Gestaltungsfaktor; vielfältige Brüche in der Entwicklung zu modernen Gesellschaften führten aber auch zu Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften, die wiederum (Mit-)Ursache für eine Marginalisierung und Ausgrenzung der Christen sind. Die Zukunft der christlichen Kirchen in der Region wird nicht zuletzt davon abhängen, ob es gelingt, die vielfach zu beobachtende Schutz- und Rechtlosigkeit der Christen zu überwinden und Raum für religionsübergreifende Zusammenarbeit und friedliche Koexistenz unterschiedlicher Religionen im selben gesellschaftlichen Kontext herzustellen. Diesem Ziel dienen Bemühungen des interreligiösen Dialogs. Demselben Ziel sollte sich aber auch die internationale Staatengemeinschaft widmen, anstatt nur kurzfristige macht- und wirtschaftspolitische Vorteile anzustreben.

Schon 12.10.17 2

Mittwoch, 11. Oktober 2017Kreiml Josef

19.00 Uhr – Pontifikalvesper
St. Kassian, St.-Kassians-Platz 1, Regensburg

20.00 Uhr – Buchvorstellung
Zachariassaal, Haus Heuport, Domplatz 7, Regensburg

Im Beisein von S. E. Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg

Am 13. Oktober 2017 jährt sich zum hundertsten Mal eines der spektakulärsten religiösen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Zehntausende Menschen erleben in einer Talmulde nahe dem kleinen portugiesischen Dorf Fatima das sog. "Sonnenwunder". Dieses bildet den Abschluss von Marienerscheinungen, die bis heute weittragende Folgen hatten (darunter nicht zuletzt eine weitreichende Rekatholisierung Portugals). Die Marienbotschaft von Fatima will vor allem einen Wesenszug des Glaubens bestärken – Christen sind mitverantwortlich auch für das Heil der anderen. Vor dem Hintergrund der Zentenarfeiern des laufenden Jahres haben Josef Kreiml und Sigmund Bonk, angeregt von Bischof Rudolf Voderholzer, ein Buch herausgegeben, das an diesem Abend vorgestellt wird: J. Kreiml und S. Bonk: "100 Jahre Botschaft von Fatima. Mitverantwortung für das Heil der anderen". Ausgewählte Autorinnen und Autoren des Bandes wie Josef Kreiml, Susanne Biber, Julia Wächter und Prof. Dr. Veit Neumann stellen in Kurzvorträgen unterschiedliche Facetten der Thematik vor.

Moderation: Prof. Dr. Josef Kreiml

Josef Kreiml (Jg. 1958) studierte an der Universität Regensburg und an der Gregoriana in Rom Theologie, an der Hochschule für Philosophie S.J. in München Philosophie. 1989 Dr. theol. an der Universität Regensburg; 2001 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. J. Kreiml ist seit 2003 Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten und Rektor der Hochschule. Der Priester der Diözese Regensburg ist auch Richter am Diözesangerichrt St. Pölten, Seelsorger in der Pfarrei Obritzberg und in Sozialprojekten im Heiligen Land engagiert; er ist Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Seit Februar 2017 ist er auch Vorsitzender des Institutum Marianum Regensburg.

Pressemeldungen
Tagespost
Bistums-Homepage

Katholische Sonntagszeitung

Kreiml 11.10.17

Dienstag, 26. September 2017, 19.30 Uhr

Zachariassaal, Haus Heuport, Domplatz 7, Regensburg
 
Prof. Dr. Wolfgang Vogl (Augsburg)

Vielen Christen ist es heute ein Anliegen, die Glaubenskultur der Sonntage und der Feste des Kirchenjahres zu fördern. Dies kann auch dadurch geschehen, dass man sich den Sonn- und Feiertagen über den Weg der christlichen Kunsttradition annähert. Diesem Ziel dient auch die derzeit im Regensburger Pustet-Verlag herausgegebene Publikationsreihe „Meisterwerke der christlichen Kunst zu den Schriftlesungen der Sonntage und Hochfeste“ von Wolfgang Vogl. In der insgesamt drei Bände umfassenden Reihe zu den liturgischen Lesejahren A, B und C wird den biblischen Lesungstexten der einzelnen Sonntage und Hochfeste des Kirchenjahres jeweils ein Bildwerk aus der christlichen Kunst zugeordnet. Nach der im Herbst 2016 erfolgten Veröffentlichung des ersten Bandes zum Lesejahr A erfolgt nun, genau ein Jahr später, die Publikation zum Lesejahr B. Der Autor wird in seinem Vortrag „Die Lesungen des Kirchenjahrs im Spiegelbild der Kunst“ ausgewählte Beispiele aus dem zweiten Band zum Lesejahr B vorstellen, das mit dem ersten Adventssonntag am 3. Dezember 2017 beginnen wird.
Beide bislang erschiene Bände „Meisterwerke der christlichen Kunst“ können vor Ort erworben werden.

Wolfgang Vogl (geb. 1966 in Straubing), Vogl Wolfgangstudierte Katholische Theologie mit Schwerpunkten in Kirchengeschichte, Spiritueller Theologie und Kunstgeschichte in Regensburg und v. a. an der Gregoriana in Rom, 1992 Priesterweihe, Kaplan in St. Anton in Regensburg, 2000 Promotion in Rom, 2000-2005 Direktor der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“, 2003-2005 Domvikar, zugleich Leiter des Exerzitiensekretariats des Bistums Regensburg, 2005-2013 Pfarradministrator in Konnnersreuth, ab 2006 auch Dozent für Kirchen- und Kunstgeschichte am Studium Rudolphinum, 2012 Habilitation, 2011 Juniorprofessor an der Universität Augsburg, seit 2017 ebenda Inhaber der Stiftungsprofessor für Theologie des geistlichen Lebens.

Rückblick

Vogl 26.09.17 2Vogl Meisterwerke der christlichen Kunst 2

 

Donnerstag, 06. Juli 2017, 18.15 Uhr
Konzertsaal der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik, Eingang Seifensiedergasse, Regensburg-Stadtamhof

Prof. Dr. David Hiley

Kirchengesang im mittelalterlichen Regensburg
Höhepunkte und Besonderheiten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung

Bei Anwesenheit von S. E. Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg

Hiley David klein2Aus beinahe allen großen historischen Kirchen Regensburgs hat sich mindestens ein mittelalterliches Buch mit liturgischen Gesängen erhalten. So war es möglich, Regensburg als Repräsentant der großen, europaweiten fränkisch-römischen Gesangstradition zu erkennen, aber auch Neuschöpfungen im Repertoire zu finden. Das sind vor allem Stücke zu Ehren der Heiligen Emmeram, Dionysius, Wolfgang und Erhard, auch Vitus (für Kloster Prüll).  Auch einige Verfasser lassen sich identifizieren: Arnold von St. Emmeram, Otloh, Konrad von Megenberg, und auf dem Gebiet der Musiktheorie Wilhelm von St. Emmeram. Angestrebt wird ein Überblick über die vielen Facetten der Choralpflege im mittelalterlichen Regensburg.

Dieser Vortrag – er ist eingebunden in einige kürzere Festansprachen – eröffnet die interdisziplinäre Tagung „Gottesdienst in Regensburger Institutionen. Zur Vielfalt liturgischer Traditionen in der Vormoderne“ (06./08. Juli 2017 an der HfKM) des auf Initiative des Bischofs von Regensburg und unter Mitwirkung des „Akademischen Forum Albertus Magnus“ wieder errichteten „Institutum Liturgicum Ratisbonense“. Die Tagungskonzeption und -leitung sowie die Vortragsmoderation liegen beim designierten Direktor des Instituts Prof. Dr. Harald Buchinger (Universität Regensburg). Weitere Informationen zur Tagung erhalten Sie in den Sekretariaten von Professor Buchinger (gabriele.kaiser@theologie.uni-regensburg.de) und Professor Bonk (akademischesforum@bistum-regensburg.de).

Rückblick

Gruppenbild web

Eine Vesper in der Kirche St. Andreas/Regensburg-Stadtamhof - von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer geleitet und vom Chor der Hochschule für Kirchenmusik und Musikpädagogik musikalisch gestaltet: Dies war der Auftakt zur interdisziplinären Tagung am 06./08. Juli 2017 in der Hochschule für Kirchenmusik zum Thema „Gottesdienst in Regensburger Institutionen. Zur Vielfalt liturgischer Traditionen in der Vormoderne“.
Prof. Baier, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik, führte in den Festakt ein. Durch Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer erfolgte die Neuerrichtung bzw. „Wiederbelebung“ des „Institutum Liturgicum Ratisbonense“ und die Ernennung von Prof. Dr. Harald Buchinger, Universität Regensburg, zu dessen Direktor.
Das „Institutum Liturgicum Ratisbonense“ stellt somit eines von vier Instituten des Bistums Regensburg dar und wird vom Akademischen Forum Albertus Magnus unter der Leitung von Prof. Dr. Sigmund Bonk koordiniert.
Prof. Dr. David Hiley ging im Festvortrag auf den Kirchengesang im mittelalterlichen Regensburg ein: „Höhepunkte und Besonderheiten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung“. Er stellte die musik-, kunst- und kirchengeschichtlichen  -  mitunter die Grenzen des Bistums übergreifenden  -  teils sehr komplexen Zusammenhänge des Regensburger Kirchengesangs vom 9. bis zum ausgehenden 15. Jahrhundert dar.
In der anschließenden Tagung wurde der Blick auf die wichtigsten kirchlichen Institutionen, historischen Phasen und überregionalen Bezugssysteme der Liturgiegeschichte Regensburg in der Vormoderne gelenkt. Von „Szenischer Liturgie des Osterfestkreises im spätmittelalterlichen Regensburg“ über „Weiterleben katholischer Elemente in der Regensburger evangelischen Liturgie“ bis zu den „Regensburger Königskrönungen im 15. und 16. Jahrhundert“ spannte sich der wissenschaftliche Bogen.
Es ergab sich für das Institutum Liturgicum Ratisbonense erstmals eine Zusammenarbeit mit mehreren Förderern:
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Universität Regensburg
Akademisches Forum Albertus Magnus
Themenverbund „Urbane Zeiten und Europäische Kultur in der Vormoderne“, Universität Regensburg
Forum Mittelalter, Universität Regensburg
Themenverbund „Metropolität in der Vormoderne“
Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg

Die bisherige Forschung wurde kritisch gesichtet, auf bestehende Lücken hingewiesen, neue Perspektiven künftiger Erschließung konnten sich eröffnen.

Dr. Johann Schwinghammer

Dienstag,  20. Juni 2017, 19.30 Uhr
Kaisersaal, Hotel „Goldenes Kreuz“, Haidplatz 7   Regensburg
(Zugang: Unterführung, dann Treppe rechts hoch)

Prof. Dr. Konrad Baumgartner

Johann Michael Sailer und die Familie Brentano

Johann Michael Sailer (1751-1832) war nicht nur ein tief frommer Priester, ein überragender Theologe und ein vorbildlicher Bischof, er hat auch Freundes- und Schüler-Kreise geformt, in denen mit ihm zusammen Mensch- und Christ- Sein lebendig und authentisch gelebt worden ist. Einen dieser Kreise bildeten die Angehörigen der Familie Brentano: der berühmte Dichter Clemens ebenso wie seine engagierte Schwester Bettina von Arnim, der eigenwilliger Bruder Christian und weitere mehr. Sailer stand mit ihnen allen persönlich in Verbindung: durch Begegnungen und Briefe, durch gemeinsame Reisen und Besuche, z. B. bei der Mystikerin Anna Katharina Emmerick, oder auch bei der Familie Diepenbrock, deren Sohn Melchior Bischof Sailers Sekretär wurde.
Baumgartner Konrad klein

Solche wenig beachteten Dimensionen von Sailers Leben und Wirken möchten der Vortrag und das Gespräch näher ausleuchten.

Konrad Baumgartner (Jg. 1940), Priesterweihe 1965, Promotion in München 1974, 1976 bis 1980 Professor an der Gesamthochschule Eichstätt, 1980 bis 2006 Ordinarius für Praktische Theologie (Pastoraltheologie) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg, zuletzt Dekan, ehem. Rector Ecclesiae in St. Albertus Magnus, Schloss Spindlhof (Regenstauf), Mitherausgeber des Lexikons für Theologie und Kirche (LThK), Redakteur und Mitarbeiter bei „Der Prediger und Katechet“. Professor Konrad Baumgartner gilt (u. a.) als der Kenner von Person und Werk Johann Michael Sailers, des „bayerischen Kirchenvaters“.

Rückblick

Baumgartner Sailer2 web


Mit dem Vortrag zu „Johann Michael Sailer und die Familie Brentano“ fand eine weitere Veranstaltung des Akademischen Forums Albertus Magnus im Bistum Regensburg statt, durch die das kulturelle Leben in der Bischofsstadt bereichert wird.
Prof. Baumgartner stellte den großen Regensburger Bischof Johann Michael Sailer als Stifter und Förderer von Lebens- und Glaubenskreisen vor, zu denen auch Mitglieder des Frankfurter Zweiges der Familie Brentano gehörten.
Durch Bischof Sailer entstanden Netzwerke, in denen der Glaube praktiziert und gelebt wurde. Sein charismatischer Ansatz „ließ Sailer,“ so der Schluss des Vortrags, „für seine Zeit und darüber hinaus zu einem Leuchtturm des Lebens und Glaubens sowie von Kirche und Theologie werden“.
Im Anschluss daran war Gelegenheit Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen.

Freitag, 12. Mai 2017, 19.30 Uhr
Thon-Dittmer Palais, Auditorium, Haidplatz 8, Regensburg

Prof. Dr. Julian Nida Rümelin (München)
Zur Ethik der Migration (ein Impulsreferat mit Diskussion)

Bei Anwesenheit von S. E. Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg

Über zwei Milliarden Menschen leben weltweit in bitterster Armut, leiden unter Hoffnungslosigkeit, Hunger, Unterdrückung und Krieg. Über 65 Mio. von ihnen waren allein im letzten Jahr auf der Flucht. Hilfe tut also dringend not – aber sind offene Grenzen die richtige Antwort auf das Elend der Welt? Julian Nida-Rümelin ist überzeugt: Offene Grenzen würden das Elend nicht wesentlich mildern, sondern die Herkunftsregionen sogar weiter schwächen sowie die sozialen Konflikte in den aufnehmenden Ländern verschärfen. Nida Rümelin kleinVerantwortungsbewusste Entscheidungen sind in der Migrationspolitik unausweichlich komplex: Es braucht dazu als Hintergrund auch die stabile Verfasstheit aller beteiligten Staaten, denn die politischen Gestaltungsspielräume, die solche bieten, sind unverzichtbar. Ob es uns gelingt, die weltweite Armut und Perspektivlosigkeit in den Ursprungsregionen zu bekämpfen, wird zum Lackmustest nicht zuletzt auch unserer Menschlichkeit.

Julian Nida-Rümelin (Jg. 1954) gehört zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. Er lehrt Philosophie und Politische Theorie an der LMU München. Er ist auch Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin, ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der Akademie für Ethik in der Medizin. Nida-Rümelin ist Kuratoriumsvorsitzender des Ethikzentrums der LMU München u. a. m. Für fünf Jahre (1998-2002) wechselte er in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München, dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder.

Rückblick

Interview

 Nida Rümelin Bonk 12.05.17 klein

                                      

 

Donnerstag, 27. April 2017. 19.30 Uhr
Konferenzraum K 3 („Dionys-Saal“), Diözesanzentrum  Obermünster, Obermünsterplatz 7, Regensburg

Prof. Dr. Josef Kreiml (St. Pölten)
100 Jahre Fest Patrona Bavariae – 100 Jahre Botschaft von Fatima

Die Verehrung der Gottesmutter ist im Glaubensleben der Menschen in Bayern tief verankert. Zwei wichtige Ereignisse jähren sich heuer zum hundertsten Mal. 1917 konnte – mit Zustimmung Papst Benedikts XV. – das Fest der Schutzfrau Bayerns erstmals gefeiert werden. Im selben Jahr übermittelte die Gottesmutter den Seherkindern von Fatima eine wichtige Friedensbotschaft.
Der Referent geht der Frage nach, welchen Stellenwert der Marienverehrung im christlichen Glauben – auch in ökumenischer Hinsicht – heute zukommt. Welche Vorbehalte gibt es bei manchen gegen die Marienverehrung? „Patrona Bavariae“ und „Fatima“: Was verbindet sie? Worin besteht die Aktualität der Jubiläen über die Jahreszahlen hinaus? Und sehr grundsätzlich: Was kann Marienverehrung zur Erneuerung und Vertiefung des christlichen Glaubens beitragen?

Kreiml Josef klein

 

Josef Kreiml (Jg. 1958) ist seit 2003 Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Von 2005 bis 2013 war er auch Rektor der Hochschule; derzeit ist er Prorektor. Josef Kreiml wurde 1958 im Landkreis Regensburg geboren und ist Priester der Diözese Regensburg (1989 Dr. theol. an der Universität Regensburg; 2001 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München).
Veröffentlichungen (Auswahl): Zwei Auffassungen des Ethischen bei Heidegger, Regensburg 1987; Die Wirklichkeit Gottes. Eine Untersuchung über die Metaphysik und die Religionsphilosophie des späten Schelling, Regensburg 1989; Die Selbstoffenbarung Gottes und der Glaube des Menschen, St. Ottilien 2002.

Rückblick

Kreiml 2 27.04.17 klein

Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Festes „Patrona Bavariae“ und des Gedächtnisses, dass sich die Erscheinungen der Gottesmutter Maria in Fatima zum hundertsten Mal jähren, lud das Akademische Forum Albertus Magnus erneut zu einem aktuellen Vortrag ein.  Zunächst thematisierte der Referent, der in St. Pölten lehrende Prof. Dr. Josef Kreiml, anhand von lehramtlichen Verlautbarungen Maria im Geheimnis der Kirche und Maria als Lehrmeisterin der Frömmigkeit.
Die Bezeichnung „Patrona Bavariae“ für Maria geht auf Kurfürst Maxinmlian I. ( 1573- 1651) zurück. Papst Benedikt XV. (1914- 1922) erklärte Maria offiziell zur Schutzfrau Bayerns und erlaubte die Einführung eines eigenen Hochfestes „Patrona Bavariae“. 1917 erschien die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern. Zwei davon wurden erst vor Kurzem von Papst Franziskus heiliggesprochen.
Abschließend ging der Referent auf eine Marienpredigt von Papst Johannes Paul II. von 1982 ein.

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