AKTUELLES

15. November - Zum Gedenktag des Hl. Albertus Magnus

"Der Mann, der alles wusste" - (Sonntagszeitung 10./11.10.18 - Ausgabe Nr. 45)


AUSBLICK

Leben vor Gott. Romano Guardini und die Liturgie der Gegenwart
Prof. Dr. Alexander Zerfaß (Salzburg)
Montag, 26.11.18 | 19.30 Uhr                                                                            
Thon-Dittmer-Palais | Konferenzraum 1| 2. Stock | Haidplatz 8 | Regensburg


RÜCKBLICK

Johann Joachim Winckelmann (1717 - 1768) und Bayern. Eine europäische Dimension
Symposion mit Walhalla Exkursion
Donnerstag, 08.11.18 - Freitag, 09.11.18 

Bonk Sigmund 08.11.18 webAm 8. und 9. November 2018 wurde im Regensburger historischen Runtigersaal der Todesjahre des „Vaters der Archäologie“ Johann Joachim Winckelmann (1768) und des kunstsinnigen bayerischen Königs Ludwig I. (1868) gedacht. Das Symposium begann mit einer Exkursion zur Walhalla bei Donaustauf, die nach exakten Vorstellungen Ludwigs I. ganz nach dem Kunstgeschmack Winckelmanns errichtet worden ist. Wenn Professor Sigmund Bonk auf eine der ersten Büsten in der Walhalla deutet, - die zweite von rechts -, die den Altertumsforscher zeigt, dann verweist er damit auf den eigentlichen Begründer des Klassizismus und den Initiator des Philhellenismus in Deutschland und Europa.

Winckelmanns Maxime „Edle Einfalt und stille Größe“ zieht sich wie ein Muster durch das Regensburger Symposium „Johann Joachim Winckelmann (1717 -1768) und Bayern – eine europäische Dimension“, das mit 80 Gästen einen sehr regen Zuspruch gefunden hat. Was das Team der Kunsthistorikerinnen Dr. Edith Heindl und Dr. Susanne Biber zusammen mit dem Akademischen Forum Albertus Magnus an Wissensschätzen via Experten-Vorträgen, Texten und Bildern vermittelt, lässt die bedeutende Wirkungsgeschichte einer genialen Persönlichkeit nachempfinden und tiefer verstehen.

So tauchte man ein in eine grandiose Welt, die seit Hunderten von Jahren unser Denken und Handeln prägt: die Klassik in ihrer zeitlosen Dynamik. Winckelmanns Verdienst war es nicht zuletzt, das Wahre, Gute und Schöne seiner Zeit als Ideal neu wieder zu vermitteln. Damit ist auch das Gedankengut der Antike verjüngt auferstanden – nicht zuletzt in dem Bauprogramm König Ludwigs I. von Bayern. Im Mittelpunkt des Symposiums stand jedoch die berühmte Laokoongruppe im Belvederehof des Vatikans und deren divergierende Interpretationen.

J.J. Winckelmann selbst schätzte als Archäologe und Schriftsteller die in Rom gewonnene Freiheit, „ohne Mühlräder um den Hals“ leben und tätig sein zu dürfen. Erst in der „unvergleichlichen Stadt“ und nach seiner Konversion zum Katholizismus ist er zu einem glücklichen Menschen geworden. Nach vielen Jahren reiste er 1768 wieder zurück nach Deutschland. Es war die Stadt Regensburg, in der er die Reise abbrach: „Alles ist nichts gegen Rom“. Umzukehren war ein tragischer Entschluss, denn seine Traumstadt erreicht er nicht mehr. In Triest wurde er ausgeraubt und ermordet.

Angelika Weber – Prof. Dr. Sigmund Bonk

 


Das AKADEMISCHE FORUM ALBERTUS MAGNUS ist eine Plattform des Bistums Regensburg für Vorträge exzellenter Referentinnen und Referenten sowie für Diskussionen und Seminare zu Themen aus dem Schnittkreis von Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft.

Klassische Themen werden ebenso erörtert wie aktuelle 'Reizthemen': Fragen der Metaphysik und Lebensorientierung, nach dem Sinn des Lebens, der Freiheit, der Kirche, des Staats und Europas, finden sich offen zur Diskussion gestellt.

Die Arbeit des Regensburger FORUMs möchte beitragen zum Engagement der Kirche für eine zukunftsfähige und humane Gesellschaft, die sich dem abendländischen Erbe und den christlichen Werten verpflichtet fühlt.

Aus langer Überlieferung bezogene Einsichten und Hoffnungen werden vorgestellt und für aktuelle Fragestellungen fruchtbar gemacht.

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