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„Kinderreiche Lebensmodelle werden in vielen Aspekten oft als nachteilig empfunden. Hingegen kann es viele gesundheitliche Vorteile für eine Frau mit sich bringen, wenn sich Paare in jungen Jahren für die Gründung einer Familie entscheiden. Genauer betrachtet ist es gerade die katholische Morallehre, die mit einem großen gesundheitlichen Benefit vergesellschaftet ist. Welche biologischen Positiveffekte es mit sich bringen kann, wenn die christliche Ethik zur Lebensgrundlage wird, soll beleuchtet und wissenschaftlich betrachtet werden.“ (A.K.)
Die von der Plazenta und vom Kind produzierten Hormone induzieren die Anpassung des mütterlichen Organismus an die Schwangerschaft. Dies führt zu lebenslangen Veränderungen, die sich positiv auf weitere Kinder und insbesondere auf die Gesundheit der Mutter selbst auswirken können. Die normale Schwangerschaft ist ein faszinierendes Beispiel für die Toleranz des mütterlichen Immunsystems gegenüber dem Kind. Plazenta und Kind sind genetisch nur zu 50 % mit der Mutter identisch und stellen für das Immunsystem einen „Fremdkörper“ dar. Nach neun Monaten Toleranz erfolgt eine plötzliche, orchestrierte Abstoßungsreaktion, die zur Geburt führt. Dieses immunologische Verständnis der Schwangerschaft als zeitlich perfekte Toleranzphase eröffnet neue Perspektiven auf das biologische Verständnis dieser einzigartigen Zusammenarbeit zwischen Mutter und Kind.
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Professorin Dr. med. Angela Köninger studierte Medizin in Freiburg. Nach dem Berufseinstieg in der Schweiz wechselte sie nach Essen und arbeitete dort 16 Jahre am Universitätsklinikum. Seit 2020 ist sie Lehrstuhlinhaberin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Regensburg und Chefärztin in Regensburg. Sie verantwortete über 25.000 Geburten, spezialisiert sich auf Hochrisiko-Schwangerschaften, insbesondere auf Lage und Funktion der Plazenta, sowie auf Ursachen und Therapien ungewollter Kinderlosigkeit. Wissenschaftlich forscht sie mit einem großen Team zur mütterlich-kindlichen Immuntoleranz.
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