Donnerstag, 8. November 2018, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr (Führung), 19.00 Uhr (Tagung) -           Freitag, 9. November 2018, 17.00 Uhr

Führung: Walhalla, Donaustauf (Abfahrt 13.45 Uhr Domplatz Regensburg)

Tagung: RuntingersaalWinckelmann Johann Joachim webKeplerstraße 1, Regensburg

Bild: Johann Joachim Winckelmann - Wikimedia (gemeinfrei)

Im laufenden Jahr 2018 kommt es zu einer vielsagenden Koinzidenz des 250. Todesjahres des bedeutenden Altertumsforschers und Historikers klassischer Kunst Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) mit dem 150. Todesjahr von König Ludwig I. von Bayern (1786-1868). „Der die Bahn eröffnet, […] dem bleibt höchster Ruhm“: Mit diesen Worten charakterisierte der König das große Innovationspotential des bewunderten Gelehrten. Winckelmanns Geschichts- und Kunstverständnis revolutionierte das Antikenbild des 18. Jahrhunderts und veränderte damit die Geistes- und Kunstlandschaft – man darf sagen – in ganz Europa. Regensburg erweist sich hierbei nicht nur als schicksalsträchtiger Scheideweg im Leben Winckelmanns – dessen Ideen inspirierten auch die Gestaltung der Walhalla. Dort beginnt das Symposium.

Es referieren renommierte Wissenschaftler und Winckelmann-Experten, wie der Präsident der Winckelmann-Gesellschaft Prof. Dr. Max Kunze, der Direktor der Münchener Glyptothek Dr. Florian Knauß, Prof. Dr. Hannelore Putz, PD Dr. Mathias René Hofter, Dr. Helmut Heß, Prof. Hermann Leber, Dr. Margarete Huber.
Tagungsleitung und weitere Vortragende sind Dr. Susanne Biber, Edith Heindl M. A. und Prof. Dr. Sigmund Bonk.
Exkursion zur Walhalla mit Führungen von Dr. Thorsten Marr und Erhard Winklmann

Das Programm ist detaillierter einzusehen unter: https://winckelmann-und-bayern.de

In Kooperation mit:

Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg, Winckelmann-Gesellschaft, Stiftung „Uni pro arte“, Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg und Katholische Akademie in Bayern.

Historischer Verein web           Winckelmann Gesellschaft web         Pro Arte web          KEB R Stadt         Kath. Akademie Bayern web

Rückblicke

Tabula Rasa Magazin "250 Jahre J. J. Winckelmann - ein gigantisches Erbe aufgefächert in einem brillianten Symposion

Mittelbayerische Zeitung

Am 8. und 9. November 2018 wurde im Regensburger historischen Runtigersaal der Todesjahre des „Vaters der Archäologie“ Johann Joachim Winckelmann (1768) und des kunstsinnigen bayerischen Königs Ludwig I. (1868) gedacht. Das Symposium begann mit einer Exkursion zur Walhalla bei Donaustauf, die nach exakten Vorstellungen Ludwigs I. ganz nach dem Kunstgeschmack Winckelmanns errichtet worden ist. Wenn Professor Sigmund Bonk auf eine der ersten Büsten in der Walhalla deutet, - die zweite von rechts -, die den Altertumsforscher zeigt, dann verweist er damit auf den eigentlichen Begründer des Klassizismus und den Initiator des Philhellenismus in Deutschland und Europa.

Winckelmanns Maxime „Edle Einfalt und stille Größe“ zieht sich wie ein Muster durch das Regensburger Symposium „Johann Joachim Winckelmann (1717 -1768) und Bayern – eine europäische Dimension“, das mit 80 Gästen einen sehr regen Zuspruch gefunden hat. Was das Team der Kunsthistorikerinnen Dr. Edith Heindl und Dr. Susanne Biber zusammen mit dem Akademischen Forum Albertus Magnus an Wissensschätzen via Experten-Vorträgen, Texten und Bildern vermittelt, lässt die bedeutende Wirkungsgeschichte einer genialen Persönlichkeit nachempfinden und tiefer verstehen.

So tauchte man ein in eine grandiose Welt, die seit Hunderten von Jahren unser Denken und Handeln prägt: die Klassik in ihrer zeitlosen Dynamik. Winckelmanns Verdienst war es nicht zuletzt, das Wahre, Gute und Schöne seiner Zeit als Ideal neu wieder zu vermitteln. Damit ist auch das Gedankengut der Antike verjüngt auferstanden – nicht zuletzt in dem Bauprogramm König Ludwigs I. von Bayern. Im Mittelpunkt des Symposiums stand jedoch die berühmte Laokoongruppe im Belvederehof des Vatikans und deren divergierende Interpretationen.

J.J. Winckelmann selbst schätzte als Archäologe und Schriftsteller die in Rom gewonnene Freiheit, „ohne Mühlräder um den Hals“ leben und tätig sein zu dürfen. Erst in der „unvergleichlichen Stadt“ und nach seiner Konversion zum Katholizismus ist er zu einem glücklichen Menschen geworden. Nach vielen Jahren reiste er 1768 wieder zurück nach Deutschland. Es war die Stadt Regensburg, in der er die Reise abbrach: „Alles ist nichts gegen Rom“. Umzukehren war ein tragischer Entschluss, denn seine Traumstadt erreicht er nicht mehr. In Triest wurde er ausgeraubt und ermordet.

Referenten Moderatoren web 09.11.18Es referierten in der Reihe ihres Auftritts: Dr. Margaretha Huber, Prof. Dr. Max Kunze, Dr. Edith Heindl, Dr. Florian Knauß, Prof. Dr. Sigmund Bonk, Dr. Helmut Hess, Prof. Dr. Hannelore Putz, PD Dr. Mathias René Hofter, Prof. Hermann Leber, Dr. Susanne Biber.

Refereten und Moderatoren (v. l. n. r.): Dr. Helmut Hess, Dr. Margaretha Huber, Prof. Dr. Dittscheid, Dr. Edith Heindl, Michael Zachmeier, Prof. Dr. Max Kunze, Dr. Susanne Biber, Prof. Dr. Sigmund Bonk, Prof. Hermann Leber

 

Angelika Weber – Prof. Dr. Sigmund Bonk

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