Michael Buchberger und der Untergang des Abendlandes
Welt- und Geschichtsdeutung des späteren Regensburger Bischofs als Mitarbeiter der Münchner Erzbischöfe
1928 wurde Dr. Michael Buchberger Bischof von Regensburg. Davor stand er für viele Jahre im Dienst der Münchner Erzbischöfe. Diese Jahre waren seinerseits durchzogen von ausführlichen Interpretationen der damaligen Zeitumstände im Licht seiner Vorstellung vom Verlauf der Geschichte. Schriftlich fixierte er zum Teil stark apokalyptische Bilder, aus deren negativer Quintessenz sich sein immenses pastorales Engagement nicht ohne Weiteres erklären lässt. Den späteren Regensburger (Erz-) Bischof in zahlreichen Funktionen auf der klerikalen Karriereleiter ebenso darzustellen wie seine feste Überzeugung vom Verfall der westlichen Welt, darum geht es dem Vortrag. Anhand einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Regensburger Bistumsgeschichte wird Walter Huber Debatten entfalten, die (obgleich etwa ein Centennium zurückliegend) frappierend an heutige kulturelle und gesellschaftliche Diskurse erinnern.
Dr. Walter Huber, in Landshut geboren, ist seit 2026 Akademischer Rat und Habilitand am Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte (Prof. Dr. Dr. h. c. Hubert Wolf) der Universität Münster. 2025 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Regensburg bei Prof. Dr. Klaus Unterburger (LMU München). Bis Anfang 2026 Assistent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der LMU München (Prof. Dr. Franz Xaver Bischof; Prof. Dr. Klaus Unterburger). Von 2025 bis 2026 zudem Lehrbeauftragter für Historische Theologie (Alte Kirchengeschichte und Patrologie sowie Mittlere und Neuere Kirchengeschichte) an der TU Dresden. Erfahrungen als Mitarbeiter im kirchlichen Archivwesen und der Quellenedition runden seine universitäre Forschungs- und Lehrtätigkeit ab.
Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen auf der römischen Indexkongregation sowie der katholischen Kirche zur Zeit des Nationalsozialismus.