Die drei franziskanischen Knoten
Leben mit wachen Augen, freien Händen, mutigen Füßen
Die drei Knoten an der Kordel der Franziskaner stehen für drei Haltungen, die Leben weit und menschlich machen: Loslassen, Zulassen, Einlassen. Sie sind Ausdruck einer Spiritualität, die nicht abhebt, sondern mitten im Alltag wurzelt und dem Leben Tiefe gibt.
Loslassen heißt, Abschied zu nehmen – von Dingen, Vorstellungen, Lebensphasen oder festgehaltenen Erwartungen – und dadurch frei zu werden für Neues.
Zulassen meint, sich selbst und andere in ihrer Wirklichkeit anzunehmen, mit Stärken und Grenzen, mit Eigenem und Fremdem.
Einlassen schließlich ist der Mut, sich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und dem eigenen Leben Gestalt zu geben.
Diese drei franziskanischen Grundhaltungen werden lebensnah und tiefgründig vom Referenten erschlossen. Er verbindet spirituelle Tradition mit heutiger Erfahrung und lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg mit wachen Augen, freien Händen und mutigen Füßen zu gehen.
Der Abend richtet sich an Menschen, die nach Orientierung, innerer Weite und einer alltagstauglichen, aber tiefgehenden Spiritualität suchen.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung der Stadt Regensburg statt. Unter dem Motto „Spuren der Schöpfung neu entdecken“ begehen wir das Jubiläum „800 Jahre Hl. Franz von Assisi“
Bruder Dr. Niklaus Kuster, OFMCap, Kapuziner aus der Schweiz ist ein international anerkannter Franziskusforscher, Ordensmann und promovierter Theologe. Er lehrt an Universitäten u. a. in Luzern und Fribourg sowie an den Ordenshochschulen in Venedig, Madrid und Münster und ist als Referent in der geistlichen Bildung weithin geschätzt. In seinem Vortrag erschließt er die franziskanischen Knoten aus der geistlichen Tradition heraus und zeigt ihre bleibende Bedeutung für ein christlich verantwortetes Leben heute.