„Die Liebe ist der Maßstab“ | Rückblick Sexualethik-Vortrag am 26. März 2026

Die Diskussion um Zweigeschlechtlichkeit fordert zum Dialog heraus – innerhalb der Gesellschaft wie auch innerhalb der Kirche. Gefragt ist eine Orientierung, die zuhört, differenziert und auf einer tragfähigen theologischen Grundlage aufbaut. In unserem Vortrag „Impulse zu einer ganzheitlichen Anthropologie für die Sexualethik“ am 26. März 2026 hatten wir Prof. Dr. Franz-Josef Bormann als Gastredner. Er gab in der Katholischen Akademie für Pflegeberufe in Regensburg Perspektiven für eine theologisch fundiertes, ganzheitliches Verständnis des Menschen in der Sexualethik. Serielle Monogamie – Zweigeschlechtlichkeit – Homo-Ehe – umstrittene Themen, auf die er unter moralischen und theologischen Gesichtspunkten nachvollziehbar einging. „Die Liebe ist der Maßstab“ – hier ein Rückblick zum Vortrag in der Regensburger Sonntagszeitung von Philipp Mödl.

Dom Orvieto-Adam und Eva© phokrates/stock.adobe.com
Dom Orvieto © phokrates/stock.adobe.com



„Lege deinen Finger in die Wunden!“ – Gedanken zum Osterfest

Die Feier der österlichen Tage – von Gründonnerstag über Karfreitag bis zum Ostermorgen – führt uns jedes Jahr neu an Grundfragen menschlicher Existenz heran: an Leid, Schuld, Tod und Hoffnung. Es sind Fragen, die nicht nur den persönlichen Glauben betreffen, sondern auch das Denken, das Forschen und das verantwortliche Leben in einer komplexen Welt herausfordern – und die immer wieder neu der gemeinsamen Reflexion bedürfen.

Im christlichen Credo bekennen wir von Christus: „gelitten, gestorben, begraben, auferstanden“. Dass dieses Bekenntnis nicht bloß eine religiöse Formel ist, sondern unser eigenes Leben berührt und trägt, erschließt sich jedoch nicht von selbst. Gerade in einer Zeit, die es meisterhaft versteht, Ablenkung zu produzieren, Unangenehmes zu verdrängen und existenzielle Abgründe auszublenden, bleibt der Osterglaube oft schwach oder unverstanden. Wo Zerstreuung an die Stelle von Auseinandersetzung tritt, verliert die Hoffnung ihre Tiefe.

Ostern aber verweigert sich jeder oberflächlichen Vertröstung. Es setzt die ehrliche Konfrontation mit der Zerbrechlichkeit menschlichen Daseins voraus – mit Schuld, Endlichkeit und der Erfahrung von Tod. Erst wo die eigene Erlösungsbedürftigkeit ungeschönt in den Blick kommt, kann sich die befreiende Kraft von Tod und Auferstehung Christi erschließen.

Diese Perspektive ist auch für unser Akademisches Forum bedeutsam: sie ermutigt dazu, Fragen nicht zu überspringen, Zweifel ernst zu nehmen und Verletzungen nicht zu verschweigen: „Lege deinen Finger in die Wunden“ – diese Wort des Auferstandenen an den Heiligen Thomas kann als Einladung verstanden werden, den eigenen Fragen, Brüchen und Erfahrungen und jenen der Gesellschaft nicht auszuweichen, sondern sie in einen reflektierten Dialog einzubringen. Im Licht des Gekreuzigten und Auferstandenen können sie zu Orten von Erkenntnis, Befreiung und neuer Lebendigkeit werden.

Seit Ostern gilt die Verheißung der Versöhung: die tiefe Wunde der Trennung zwischen Gott und Mensch ist geheilt durch die vollkommene Hingabe Jesu. Daraus erwächst eine Hoffnung, die Denken und Glauben, Wissenschaft und Spiritualität, persönliche Lebensfragen und gesellschaftliche Verantwortung miteinander ins Gespräch bringt.

Eine erfüllte und hoffnungsvolle Osterzeit wünscht Ihnen
Domvikar Dr. Christian Schulz
Akademisches Forum Albertus Magnus




Geburt, Leben, Tod und dann… ? | Vortrag 15. April 2026

Jedem Menschen stellen sich letztendliche, herausfordernde Fragen. Dr. Christian Schaller (Institut Papst Benedikt XVI.) verweist im Vortrag auf eschatologische Perspektiven bei Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. Der christliche Glaube kann helfen beim Verstehen und der Bewältigung – er zeigt eine neue Wirklichkeit auf. Ratzinger behandelt den Tod als Bruch, der durch die Hoffnung auf Gemeinschaft mit Gott überwunden wird.

Eschatologische Perspektiven bei Joseph Ratzinger /Benedikt XVI.
EmmeramForum Regensburg, Emmeramsplatz 3
Mittwoch, 15. April 2026, 19 Uhr
Eintrittsgebühr: 5 € – Studierende frei!
Anmeldung: akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941/5971612




Theologische Perspektiven auf die Sexualethik | Vortrag 26. März 2026

Von großer Komplexität, starken Emotionen und tiefgreifenden ethischen Fragen ist die Diskussion um Zweigeschlechtlichkeit geprägt. Wie kann die Kirche in diesem Spannungsfeld Orientierung geben – verantwortungsvoll, menschenwürdig und theologisch fundiert? Prof. Dr. Franz-Josef Bormann gibt Einordnungen. 
Vortrag „Impulse zu einer ganzheitlichen Anthropologie für die Sexualethik“
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Katholische Akademie für Pflegeberufe, Aula, Ostengasse 27, Regensburg
Referent: Moraltheologe Prof. Dr. Franz-Josef Bormann, Tübingen
Eintrittsgebühr: 5 € – für Studierende frei
Anmeldung: akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941 5971612 




„Erhebung des Herzens zu Gott kann im Bruchteil einer Sekunde geschehen“ | Rückblick Vortrag | Anregungen zur Praxis des christlichen Betens 25. Februar 2026

Großes Interesse zeigte sich für den Vortrag „Anregungen zur Praxis des christlichen Betens“ am Mittwoch, 25. Februar 2026 im EmmeramForum Regensburg. Die renommierte Professorin em. für Spiritualität an der Universität Wien, Dr. Marianne Schlosser, setzte den Akzent auf die lange dominikanische Tradition in Regensburg. Auf der Grundlage des Büchleins „De Forma Orandi“, das auch Albertus Magnus zugeschrieben wird, beschrieb sie die verschiedenen Haltungen des Körpers „zur Erhebung des Herzens“ zu Gott.
„Kurz, aber mit großer Wirkung“ – Ausführungen zum Vortrag von Philipp Mödl in der Regensburger Sonntagszeitung, Ausgabe Nr. 10, 7./8. März 2026.




Anregungen zur Praxis des christlichen Betens | 25. Februar 2026

Vortrag „Der Leib sei die Ikone der Seele“
Anregungen zur Praxis des christlichen Betens
Referentin: Theologie-Professorin Dr. Marianne Schlosser
EmmeramForum, Emmeramsplatz 3, Regensburg
Eintrittsgebühr: 5 € – für Studierende frei!
Anmeldung: akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941/597-1612
(Anmeldung zur besseren Planung erwünscht, aber kein Muss!)
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung der Stadt Regensburg statt.

„Wie antworte ich Gott?“ – Interview der Regensburger Sonntagszeitung mit Prof. Marianne Schlosser vom 21. Februar 2026




Rückblick „Von der Mutter Natur“ zur Gottesmutter | 22. Januar 2026

Mutter Erde oder Gottes Mutter? Unsere erste Veranstaltung unter der neuen Leitung von Dr. Christian Schulz widmete sich gleich einem marianischem Thema. „Mariologie und Schöpfungstheologie. Von der ‘Mutter Natur‘ zur Gottesmutter“. Es zeigte sich reges Interesse für den Vortrag mit Prof. Dr. Manfred Hauke am 22. Januar 2026 im Priesterseminar Regensburg. Einen ausführlichen Rückblick gibt der Artikel der Regensburger Sonntagszeitung „Gottesmutter statt Mutter Erde“ (Prof. Dr. Veit Neumann).

Bilder: Elisabeth Rieger




Mariologie und Schöpfungstheologie | Vortrag 22. Januar 2026

Von der „Mutter Natur“ zur Gottesmutter

Anhand der Marienerscheinungen von Guadalupe stellt Prof. Dr. Manfred Hauke den Zusammenhang von Mariologie und Schöpfungstheologie vor.
Der größte katholische Wallfahrtsort der Welt liegt in Mexiko-Stadt. 20 Millionen Pilger zieht es jährlich zur indigenen Muttergottes von Guadalupe. Die Muttergottes erschien 1531 einem jungen getauften Indio: Juan Diego Cuauhtlatoatzin. Die Frau mit den Gesichtszügen einer Mestizin, so erzählte Juan Diego, bezeichnete sich in der Erscheinung als Mutter Gottes. Auf dem Umhang („Tilma“) des jungen Mannes hinterließ sie ein Abbild von sich selbst, das weltberühmt werden sollte.
Dogmatik-Professor Hauke ordnet die Besonderheit der Marienerscheinungen von Guadalupe in den großen heilsgeschichtlichen Zusammenhang und stellt Maria als die Antwort des Menschen auf Gottes Offenbarung in Jesus Christus dar. 
Donnerstag, 22. Januar 2026, 19 Uhr | Priesterseminar St. Wolfgang, Bismarckplatz 2 | Regensburg statt.
Eintritt: 5 €.
Anmeldung: akademischesforum@bistum-regensburg.de, Tel. 0941/5971612




Erfahrung und Glaube. Buchpräsentation 20. Januar 2026

Was bringt die Erfahrung für den Glauben und der Glaube für die Erfahrung? Dieser rote Faden zieht sich durch das neue Buch „Erfahrung und Glaube. Im Dialog mit Leo Scheffczyk“ von Prof. Dr. Manfred Hauke und P. Dr. Richard Schenk OP.
Leo Scheffczyk (1920-2005) war ein katholischer Dogmatiker, der versuchte, die traditionelle katholische Lehre mit modernen Erfahrungen zu synthetisieren. Er sah die Lebenswirklichkeit und menschlichen Erfahrungen als Quelle für die Theologie, im vorliegenden Sammelband besonders in Bezug auf Gnade. Blick ins Buch – hier klicken!

Programm der Buchpräsentation

Was bringt die Erfahrung für den Glauben und der Glaube für die Erfahrung? (Prof. Dr. Manfred Hauke, Theologische Fakultät Lugano)
Ist die „Lebenswirklichkeit“ eine Quelle der Theologie? (P. Dr. Richard Schenk OP, Freiburg i. Br.)
Zeitgenössische Erfahrung in der Marienlehre der Karolingerzeit nach der Habilitationsschrift von Leo Scheffczyk (Prof. Dr. Imre von Gaál, University of St. Mary oft he Lake, USA)
Aussprache mit den Referenten (Moderation: Domkapitular Dr. Josef Kreiml)

Veranstalter:
Institututum Marianum Regensburg, Verlag Friedrich Pustet, Katholische Erwachsenenbildung der Stadt Regensburg und Akademisches Forum Albertus Magnus

Dienstag, 20. Januar 2026, 19 Uhr
EmmeramForum, Emmeramsplatz 3, Regensburg

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

(Titelbild: Leo Kardinal Scheffczyk, Foto: Hans-Günther Kaufmann |Leo-Scheffcyk-Zentrum, Kloster Thalbach, Bregenz)




Neuer Programmflyer liegt auf!

Die geplanten Vorträge im ersten Halbjahr 2026 sind im neuen Vortragsflyer aufgelistet. Domvikar Dr. Christian Schulz stellte einen großen Bogen an Veranstaltungen in seiner Einführung im Haus der Musik vor. Die Auswahl reicht von der Mariologie, der Anthropologie der Sexualethik bis hin zum Schleier der Künstlichen Intelligenz.
Der Programm-Flyer zum Herunterladen kann auf Anforderung auch zugesendet werden: akademischesforum@bistum-regensburg.de | Tel. 0941/5971612
Alle Vorträge erscheinen demnächst auf unserer Homepage.