Das Theologische hinter den Kunststilen

Kloster Sankt Emmeram webMontag, 1. Juli 2019, 19.30 Uhr

Pfarrgarten St. Emmeram, Zelt (Zugang links vor dem Portal der Basilika)
Emmeramsplatz 3, Regensburg

Prof. Dr. Ludwig Mödl (München)

Foto: Christof Rauh

Eine rein kunstgeschichtliche Sichtweise wird unseren Kirchenbauten nicht gerecht. Ein guter Kunsthistoriker muss zumindest ein leidlich guter Theologe sein, um dem Sinngehalt und der Ikonographie – etwa der Basilika St. Emmeram in Regensburg – gerecht zu werden.
Der bekannte Theologe Ludwig Mödl formuliert die These seines Vortrags wie folgt: „Gemeinhin spricht man von Kunststilen, als wären diese beliebige Moden eines Zeitempfindens. Im Vortrag sei der Versuch gemacht aufzuzeigen, dass die einzelnen Kunststile sehr eng mit dem Lebensgefühl der Menschen verbunden sind. Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Neugotik usf. initiieren als Architektur wie auch in ihren Ausstattungselementen jeweils unterschiedliche Stimmungen und Gefühle, hinter denen jeweils auch unterschiedliche theologische Schwerpunkte stehen.“

Mödl Ludwig webDr. Ludwig Mödl (Jg. 1938) studierte (mit Abschluss Promotion) an der LMU München Katholische Theologie; Priesterweihe 1966. 1971-1987 Regens des Eichstätter Priesterseminars, dann Direktor auf Schloss Hirschberg. 1988-1992 Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Luzern; 1992-1996 Ordinarius für Spiritualität und Homiletik an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt; 1996-2003 Professor für Pastoraltheologie an der LMU München. 2003-2013 Spiritual im Herzoglichen Georgianum München, parallel dazu 2007-2013 Universitätsprediger an der Münchner Ludwigskirche. Seit 2013 ist Prälat Mödl Alterskaplan in der Pfarrei Heilig Geist in München. Er war u. a. auch langjähriger Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Theologischen Disziplinen bei der Deutschen Bischofskonferenz, ist Theologischer Berater der Passionsspiele Oberammergau und Vorsitzender des Münchner Vereins für Christliche Kunst.

 

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