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Rückblick

Dienstag, 30.04.19 | Haus der Musik, Regensburg

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„Kann man Ostern malen?“ - dieser Frage stellte sich der Vortrag von Monsignore Dr. Florian Schuller, langjähriger Direktor der Münchner Katholischen Akademie in Bayern und Vorsitzender der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KEB). Die musikalische Gestaltung mit einigen Bach-Kompositionen übernahm die Pianistin Edith Tagle.

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Bilder: Bistum Regensburg


Schwierigkeit der Darstellung des Unvorstellbaren
Die Auferstehung Jesu Christi entzieht sich als irdisches, zugleich aber auch überirdisches Geschehen unserer Vorstellungsfähigkeit. Kann sie also nur als Glaubensgeheimnis geglaubt, verinnerlicht und in Gebet oder Gesang ausgedrückt, oder auch in der Kunst bildlich dargestellt werden? Stimmen unsere Vorstellungen vom leeren Grab, vom ungläubigen Thomas oder von den Emmausjüngern?
Das Thema Auferstehung in der Kunstgeschichte
Jahrhundertelang wurde die Auferstehung in der Kunstgeschichte gar nicht dargestellt. Dies änderte sich erst im Mittelalter. Erst nach der Gotik, in der Renaissance, entstanden große Meisterwerke zu dieser Thematik. Dr. Schuller führte die Zuhörer mit seinen spannenden und kunstgeschichtlich wie theologisch fundierten Ausführungen in die italienische Renaissance. Er erläuterte am Beispiel von Werken der beiden italienischen Maler Piero della Francesca (etwa 1420- 1492) und Giovanni Girolamo Savoldo (etwa 1480- 1548), wie das Thema „Auferstehung Jesu Christi “ in der Renaissance angegangen wurde.
Aussagekraft der Gemälde
Es geht in den Gemälden nicht um eine bildliche Darstellung der Auferstehung an sich.
Die Maler versuchten gerade nicht dem Unvorstellbaren, dem Geheimnis der Auferstehung mit Gewalt eine konkrete Gestalt zu verleihen und es bildlich greifbar zu machen; sie wiesen vielmehr indirekt darauf hin und ermöglichten dem Betrachter durch ihre Kunst eine tiefe Ahnung von diesem Ereignis.
Durch ihre Werke lenkten sie den Blick sensibel auf die tiefere theologische Bedeutung dieses Geschehens.
Die Bilder sind in ihrer Perspektive mathematisch durchkonstruiert. Sie laden den Betrachter zu einer persönlichen Auseinandersetzung ein und verleiten dazu, die Konstruktionen in ihrer Exaktheit und Dynamik gedanklich nachzuvollziehen und sich auch auf die Symbolik und Gestaltung einzulassen. Hinzu kommen der Umgang mit Licht und Schatten, sowie die Aussagekraft der verwendeten Farben.
Die gebotene Möglichkeit zu Fragen wurde genutzt und so wurden Entstehungsgeschichte, Nähe der Bilder zu Evangelien und auch die Persönlichkeit der beiden Maler thematisiert.

Dr. Johannes Schwinghammer

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