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Rückblick

Baumgartner 19.03.19 webDienstag, 19. März 2019, 19.30 Uhr

Alumneum, Bonhoeffersaal, Regensburg

Prof. Dr. Konrad Baumgartner (Regensburg)

Notwendigkeit einer kirchlichen Neuorientierung
Ausgehend von aktuellen Krisen der Kirche veranschaulichte der Referent, Prof. Dr. Konrad Baumgartner die Notwendigkeit einer kirchlichen Neuorientierung. Veränderungen können, so Prof. Baumgartner, insbesondere durch das persönliche Zeugnis gläubiger und damit glaubwürdiger Menschen erreicht werden.

Die christlichen Kirchen wandeln sich ständig und sie müssen sich auch ständig wandeln: Sicher ist bei der Verkündigung der Frohen Botschaft am überlieferten Inhalt festzuhalten, die Formen der Verkündigung müssen aber zeitgemäß erfolgen.
Wandel ist kein Hindernis, sondern Voraussetzung für eine fruchtbare Verkündigung.
„ecclesia semper reformanda“
Die Aussage „ecclesia semper reformanda“ stammt ursprünglich vom evangelischen Theologen Karl Barth (1947), in den 60er Jahren betonte Hans Küng deren ökumenische Bedeutung und dieser Gedanke spielte auch auf dem 2. Vatikanischen Konzil (1963-1965) eine wichtige Rolle.
Kirche: Heilsgeheimnis und menschliche Gemeinschaft
Die Kirche ist einerseits „mysterium salutis“, d. h. Heilsgeheimnis und andererseits „societas hominum“, also Gemeinschaft auch von Sündern, die der ständigen Erneuerung und Umkehr bedürfen. Die notwendigen Veränderungen der Kirche sind von der Spannung zw. „Tradition“ und „Innovation“ geprägt.
Konkrete Herausforderungen
Es geht bei kirchlichen Veränderungen um konkrete Projekte, gerade aber auch um den Prozess der Erneuerung durch Vertiefung und Festigung des Glaubens.
Prof. Baumgartner sprach nun eine ganze Reihe aktueller, auch in ökumenischer Hinsicht zu betrachtender Handlungsfelder an: Ehrenamt, Erwachsenenbildung, Eucharistie bzw. Abendmahl als Zentrum des christlichen Lebens, konfessionsverschiedene Ehen, Krankensakramente, Bußfeiern, Firmalter, Rückgang der Zahl kirchlicher Taufen, Trauungen und Bestattungen, caritative Aufgabenfelder, Einsatz für den Frieden etc.
In der Aussprache reichten die Themen von Laien als Gemeindeleiter, Priestertum bzw. Diakonat der Frau, über den Nutzen kirchlicher Synoden bis hin zur Verbindung von Macht und Amt in der Kirche bzw. zum Dienstcharakter kirchlicher Ämter. Prof. Bonk lud dazu ein, die gegenwärtige Kirchenkrise auch als eine, die Konfessionen verbindende, Chance zu sehen. Eine „Agape“ mit Brot und Wein rundete die ökumenisch bereichernde Veranstaltung ab.

Text: Dr. Johannes Schwinghammer, Foto: Elisabeth Rieger

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