Couto Voderholzer Bonk 14022020 HofbauerArmin web

Die Ordnung der Natur legt die Existenz eines Schöpfers nahe (Bistums-Bericht)

TVA-Bericht Horizonte 01.03.2020

Zu Gast im Andreasstadel war das Akademische Forum Albertus Magnus mit einer Tagung zum Nachdenken über "Naturverständnisse" am 14./15.02.2020. Anlass dafür war eine außergewöhnliche Brasilienexpedition, die der bedeutende Forscher C. F. P. von Martius - "bayerischer Humboldt" - und J. B. von Spix vor 200 Jahren unternahmen. Über 50 Interessierte folgten den Ausführungen mehrerer hochkarätiger Referenten aus unterschiedlichen Wissenschaften. Sie beleuchteten "Naturverständnisse" aufgrund ihrer einzelnen Sichtweisen.

Zu Beginn der Veranstaltung am Freitag um 15.00 Uhr war zunächst Gelegenheit für die Teilnehmer zum Kennenlernen. Nach der Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch Prof. Bonk verwies S. E. Bischof Voderholzer in einem Grußwort auf die Aktualität und theologische Breite des Themas „Natur“.
Nun folgte das sehr authentische Referat von S. E. Jose Mauro Couto, dem Generalkonsul von Brasilien über die Bedeutung von C. F. P. v. Martius und J. B. v. Spix für Brasilien.
Daran schlossen sich Ausführungen von Prof. Bonk zum Begriff „Natur“ an, bei denen schwerpunktmäßig auf den Naturbegriff in der Goethezeit eingegangen wurde.
Beachtenswert war der daran anschließende Vortrag der Biologieprofessorin und Direktorin des Botanischen Gartens München-Nymphenburg Dr. Susanne Renner über das Naturverständnis von C. F. P. v. Martius und die Sklaven-Rassismus-Frage.
Weber Angelika 14022020 webMit dem Film „Das Siebengestirn“ von M. A. Angelika Weber mit Erläuterungen und Reiseeindrücken aus Brasilien endete gegen 19.30 Uhr der erste Tag der Tagung.
Am Samstag bildete ein Vortrag von PD Dr. Michael Jaeger von der FU Berlin über das Naturverständnis von F.W. v. Goethe den Auftakt zum zweiten Teil der Tagung.
Trawny Peter 15022020 webDer Wuppertaler Philosophieprofessor Peter Trawny sprach über Natur und Technik bei M. Heidegger und Prof. Dr. Karl-Heinz Nusser aus München berichtete über das Naturverständnis des Philosophen Robert Spaemann.
Nach der Mittagspause fragte der Zoologe und Generaldirektor der Bayerischen Zoologischen Staatssammlungen Prof. Dr. Gerhard Haszprunar aus München nach der Möglichkeit einer Synthese von Kosmologie, Evolution und Schöpfungsverständnis.
Der letzte Beitrag der Tagung stammte von Prof. Dr. Michael Stickelbroeck von der Theologisch- Philosophischen Hochschule in St. Pölten. Er referierte philosophische und theologische Gedanken zum Schöpfungsverständnis auf der Grundlage der aristotelischen und thomistischen Philosophie und Theologie.
Am Samstag, 15. 02. 2020 endete die Tagung gegen 15.30 Uhr mit Schlussworten von Prof. Bonk und D. Fröhlich.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Tagung “Naturverständnisse“ ein voller Erfolg war: Aufbereitung der Thematik, Wahl der Referenten, Organisation sowie Durchführung ließen die Veranstaltung für die Teilnehmer zu einem bereichernden Erlebnis werden.

Dr. Johann Schwinghammer

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