Vortrag 25.11.19 Prof. Dr. Arbogast Schmitt

Schmitt Bonk 25.11.19 web 

Ein philosophischer Abend im Akademischen Forum

Im Rahmen des Vortrags sollte der Frage nachgegangen werden, ob und inwiefern von Gott ein vernünftiges „Wissen“ möglich ist.

Neben S. E. Bischof Dr. Voderholzer waren über 80 interessierte Zuhörer anwesend. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Direktor des Akademischen Forums, Diakon Prof. Dr. Sigmund Bonk.
Referent war der renommierte Altphilologe und Gräzist, Prof. em. Dr. Ardogast Schmitt, der in Mainz und Marburg lehrte.
Zu Beginn hielt Prof. Schmitt fest, dass „Wissen“ landläufig als sicher, vernünftig und objektiv betrachtet wird, während „Glaube“ als ungewiss, gefühlsmäßig und subjektiv gilt. In dieser Sicht stehen sich Glaube und Wissen gegenüber. Diese Annahmen entkräftete der Referent durch seine Ausführungen, die er als „Plädoyer für einen rationalen Gottesbegriff“ angekündigt hatte.
Dabei führte er die Zuhörer von den großen Philosophen der Antike wie etwa Aristoteles, bis zu philosophisch argumentierenden Theologen des Mittelalters, wie etwa Themas von Aquin.
Er legte dar, wie der Frage nach Gott in der Geistesgeschichte Antike und Mittelalter rational nachgegangen wurde. Bei den großen Denkern ist trotz unterschiedlicher Herangehensweise dahingehend eine Übereinstimmung feststellbar, dass ein, bei allen Menschen vorhandenes, ursprüngliches „Wissen“ von Gott angenommen wird.
Ausgehend von dieser „ontologischen“ Gegebenheit eröffnete Prof. Schmitt den Zuhörern einen vernünftig nachvollziehbaren Weg, der zu Gott führt.
Gott ist der zwar für unsere Sinne nicht fassbar. Ihm kann sich aber rational als etwas „Bestimmtes, Distinktes, für sich Unterscheidbares“ angenähert werden.
Damit griff der Referent die Kerngedanken rationaler Theologie auf.
Grundlage des Vortrags bildete sein neues Buch (Schmitt, Ardogast, Gibt es ein Wissen von Gott? Plädoyer für einen rationalen Gottesbegriff, Heidelberg 2019.), das er Prof. Bonk zu dessen 60. Geburtstag widmete.

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