Donnerstag, 27. April 2017. 19.30 Uhr
Konferenzraum K 3 („Dionys-Saal“), Diözesanzentrum  Obermünster, Obermünsterplatz 7, Regensburg

Prof. Dr. Josef Kreiml (St. Pölten)
100 Jahre Fest Patrona Bavariae – 100 Jahre Botschaft von Fatima

Die Verehrung der Gottesmutter ist im Glaubensleben der Menschen in Bayern tief verankert. Zwei wichtige Ereignisse jähren sich heuer zum hundertsten Mal. 1917 konnte – mit Zustimmung Papst Benedikts XV. – das Fest der Schutzfrau Bayerns erstmals gefeiert werden. Im selben Jahr übermittelte die Gottesmutter den Seherkindern von Fatima eine wichtige Friedensbotschaft.
Der Referent geht der Frage nach, welchen Stellenwert der Marienverehrung im christlichen Glauben – auch in ökumenischer Hinsicht – heute zukommt. Welche Vorbehalte gibt es bei manchen gegen die Marienverehrung? „Patrona Bavariae“ und „Fatima“: Was verbindet sie? Worin besteht die Aktualität der Jubiläen über die Jahreszahlen hinaus? Und sehr grundsätzlich: Was kann Marienverehrung zur Erneuerung und Vertiefung des christlichen Glaubens beitragen?

Kreiml Josef klein

 

Josef Kreiml (Jg. 1958) ist seit 2003 Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Von 2005 bis 2013 war er auch Rektor der Hochschule; derzeit ist er Prorektor. Josef Kreiml wurde 1958 im Landkreis Regensburg geboren und ist Priester der Diözese Regensburg (1989 Dr. theol. an der Universität Regensburg; 2001 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München).
Veröffentlichungen (Auswahl): Zwei Auffassungen des Ethischen bei Heidegger, Regensburg 1987; Die Wirklichkeit Gottes. Eine Untersuchung über die Metaphysik und die Religionsphilosophie des späten Schelling, Regensburg 1989; Die Selbstoffenbarung Gottes und der Glaube des Menschen, St. Ottilien 2002.

Rückblick

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Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Festes „Patrona Bavariae“ und des Gedächtnisses, dass sich die Erscheinungen der Gottesmutter Maria in Fatima zum hundertsten Mal jähren, lud das Akademische Forum Albertus Magnus erneut zu einem aktuellen Vortrag ein.  Zunächst thematisierte der Referent, der in St. Pölten lehrende Prof. Dr. Josef Kreiml, anhand von lehramtlichen Verlautbarungen Maria im Geheimnis der Kirche und Maria als Lehrmeisterin der Frömmigkeit.
Die Bezeichnung „Patrona Bavariae“ für Maria geht auf Kurfürst Maxinmlian I. ( 1573- 1651) zurück. Papst Benedikt XV. (1914- 1922) erklärte Maria offiziell zur Schutzfrau Bayerns und erlaubte die Einführung eines eigenen Hochfestes „Patrona Bavariae“. 1917 erschien die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern. Zwei davon wurden erst vor Kurzem von Papst Franziskus heiliggesprochen.
Abschließend ging der Referent auf eine Marienpredigt von Papst Johannes Paul II. von 1982 ein.